Die Finanzminister der sechs größten EU-Staaten haben sich am Freitag auf eine gemeinsame Position zur Schaffung einer EU-weiten Kapitalmarktaufsicht geeinigt.
Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande und Polen – die sogenannte E6-Gruppe – unterstützen einen Vorschlag der Europäischen Kommission, die Aufsicht über Finanzmarktakteure von der nationalen auf die europäische Ebene zu verlagern.
Das teilte das Bundesfinanzministerium am Freitag in Berlin mit. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union zu stärken, die mit schwachem Wachstum und hartem Wettbewerb aus den Vereinigten Staaten und China kämpft.
Signal für die gesamte EU
„Die Tatsache, dass die sechs größten EU-Volkswirtschaften bereit sind, nationale Eigeninteressen hintanzustellen und gemeinsam voranzugehen, ist ein wichtiges Signal für die gesamte Europäische Union“, erklärte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil in einer Stellungnahme.
