Brüssel, 24 Juni 2026

Die Verwaltung des Europäischen Parlaments wirft der rechtsgerichteten Fraktion Patriots for Europe (PfE) vor, im zweiten Halbjahr 2024 rund 277.000 Euro an EU-Mitteln unter anderem durch fehlerhafte Vergabeverfahren und Spenden an nicht förderfähige Organisationen rechtswidrig verwendet zu haben.

Hintergrund der Vorwürfe

Die Vorwürfe stützen sich auf ein internes Audit der Parlamentsverwaltung, das der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt. Demnach habe die Fraktion gegen Regeln zu Spenden und Vergabeverfahren verstoßen, indem sie Gelder unter anderem an einen Verein zur Förderung des Futsals (Hallenfußball) auf Martinique oder ein Quad-Verein auf Guadeloupe gab. Auch eine Organisation zur Förderung flämischer Studententraditionen gehört zu den Empfängern. Laut den Dokumenten hatten diese Empfängerorganisationen nichts mit den politischen Aktivitäten oder der Informationsarbeit der PfE in Bezug auf die EU-Politik zu tun.