Die EU-Kommission hat den Verkauf von 51 Prozent der Anteile an MAN Energy Solutions an den US-Finanzinvestor Bain Capital ohne wettbewerbsrechtliche Bedenken genehmigt.

Die EU-Kommission erteilte am Mittwoch in Brüssel ihre Zustimmung zu dem umstrittenen Milliardengeschäft: 51 Prozent der Anteile an MAN Energy Solutions mit Sitz in Augsburg gehen an den US-Finanzinvestor Bain Capital. Der Mutterkonzern Volkswagen hatte den Verkauf eingefädelt, um die Folgen eigener strategischer Fehlentscheidungen finanziell abzufedern. Die Brüsseler Behörde teilte mit, der Verkauf werfe keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken auf, weshalb eine vertiefte Prüfung entfalle.

Der in Rede stehende Geschäftsbereich firmiert künftig unter dem neuen Namen Everllence und zählt nach eigener Darstellung "zu den weltweit führenden Herstellern von Großmotoren, Turbomaschinen und Dekarbonisierungslösungen". Damit gehört das Augsburger Unternehmen mehrheitlich einem Finanzinvestor, der es üblicherweise auf eine spätere erneute Veräußerung oder einen Börsengang ausrichtet. Die Belegschaft und die Standorte dürften im Zuge dieser Umstrukturierung auf den Prüfstand kommen.