Die Europäische Union plant, Google gesetzlich zu verpflichten, Daten zu Suchanfragen für Wettbewerber zugänglich zu machen. Dies geht aus bestätigten Informationen hervor, die von zwei unabhängigen Quellen übereinstimmend berichtet wurden.

Marktbeherrschung und regulatorische Schritte

Mit einem Marktanteil von über 90 Prozent bei Internetsuchen in Europa dominiert Google den Suchmaschinenmarkt klar. Diese marktbeherrschende Stellung hat die EU-Kommission nun dazu veranlasst, regulatorische Maßnahmen zu ergreifen. Die Pläne sehen vor, dass der US-Konzern Daten zu Suchanfragen mit anderen Technologieunternehmen teilen muss.

Die Initiative zielt darauf ab, den Wettbewerb im digitalen Raum zu stärken und kleineren Anbietern eine faire Chance zu geben. Bisher profitierte Google von der alleinigen Kontrolle über diese wertvollen Daten, die für die Entwicklung konkurrierender Dienste entscheidend sind. Die EU-Kommission betont, dass solche Maßnahmen notwendig seien, um eine monopolartige Stellung zu verhindern.

Zeitplan und nächste Schritte

Die EU-Kommission hat eine Frist bis zum 1. Mai 2026 festgelegt, innerhalb derer Stellungnahmen zu dem Vorschlag eingereicht werden können. Eine endgültige Entscheidung soll im Juli 2026 fallen. Dieser Zeitrahmen gibt betroffenen Parteien die Möglichkeit, ihre Positionen darzulegen und Einwände zu formulieren.