Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) will eigene Astronauten zum Mond schicken und treibt gleichzeitig die Zusammenarbeit mit den USA im Artemis-Programm voran, wie jetzt bekannt wurde.

Europäische Beteiligung an Artemis 2

Die ESA spielte eine zentrale Rolle bei der jüngsten Artemis-2-Mission, bei der vier Astronauten den Mond in einer weiten Umlaufbahn umkreisten und am Samstag zur Erde zurückkehrten. Entscheidend dafür war das Europäische Servicemodul (ESM), das die Crew mit Sauerstoff, Wasser und Strom versorgte. Zudem sorgte das ESM für den Antrieb der Orion-Kapsel.

Daniel Neuenschwander, Direktor für astronautische und robotische Exploration bei der ESA, betonte die Bedeutung der europäischen Technologie: „Der aktuelle Flug zum Mond wäre ohne das Antriebssystem der ESA gar nicht möglich gewesen.“ Die Mission markiert einen Meilenstein in der internationalen Zusammenarbeit, bei der Europa erstmals entscheidende Systeme für eine bemannte Mondmission bereitstellte.

Zukünftige Mondmissionen mit europäischen Astronauten

Die ESA plant, in den kommenden Jahren eigene Astronauten auf Mondmissionen zu entsenden. Deutschland wird voraussichtlich das erste Land sein, das einen ESA-Astronauten zum Mond schickt. Bereits in den nächsten Artemis-Missionen sollen europäische Raumfahrer beteiligt sein, auch wenn Artemis 3 noch keine Landung vorsieht. Erst mit Artemis 4 im Jahr 2028 sollen Astronauten wieder die Mondoberfläche betreten.