Elon Musk wird nach dem geplanten Börsengang von SpaceX als CEO, Technikchef und Vorsitzender des neunköpfigen Direktoriums die Kontrolle über das Unternehmen behalten.

Ungewöhnliche Unternehmensstruktur

SpaceX wird nach seinem Börsendebut im Juni 2026 zu den wenigen „Controlled Companies“ in den USA gehören, bei denen das Direktorium mehrheitlich von Insidern kontrolliert wird. Laut einer Studie der National Association of Corporate Directors aus dem Jahr 2024 sind nur 3–4 % der 3.000 größten börsennotierten US-Unternehmen in dieser Kategorie.

Diese Struktur ermöglicht es SpaceX, flexibler bei der Vergabe von Boni zu agieren und sich von der üblichen Praxis unabhängiger Direktoriumsmehrheiten zu lösen. Musk und ausgewählte Investoren erhalten zudem Sonderstimmrechte, die ihre Entscheidungsmacht weiter stärken. Der geplante Börsengang mit einem geschätzten Volumen von 75 Milliarden US-Dollar wäre der größte in der Geschichte der Wall Street.

Ambitionierte Meilensteine und Mars-Pläne

Im Börsenprospekt von SpaceX sind außergewöhnliche Meilensteine festgelegt, die zu hohen Auszahlungen führen sollen. Dazu zählen eine Marktkapitalisierung von 7,5 Billionen US-Dollar sowie die Gründung einer menschlichen Kolonie auf dem Mars mit mindestens einer Million Einwohnern. Derzeit wird die Marktkapitalisierung des Unternehmens auf 1,75 Billionen US-Dollar geschätzt.