Los Angeles, 18 Juni 2026

Der ehemalige kanadische Eishockey-Weltmeister Kyle Calder ist im Alter von 47 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben, wie das Juniorenteam der Los Angeles Kings mitteilte.

Calder, der den Stürmer im nordamerikanischen Profieishockey gab, absolvierte dort mehr als 600 Spiele. Insbesondere war er für die Chicago Blackhawks aktiv, für die er über ein Jahrzehnt lang auflief. Auch bei den Los Angeles Kings und weiteren Klubs stand er auf dem Eis.

Karriere in der NHL und bei den Blackhawks

Im Trikot der kanadischen Nationalmannschaft feierte der Angreifer seinen größten Titel: 2003 wurde er Eishockey-Weltmeister. Neben seinen Stationen in Nordamerika war Calder über lange Jahre im internationalen Spitzen-Eishockey unterwegs.

Danny Wirtz, Teamchef der Chicago Blackhawks, würdigte den Verstorbenen in einer Stellungnahme. „Calder sei das Leben mit derselben Leidenschaft, Intensität und unglaublichen Hingabe angegangen, die auch sein Spiel geprägt hätten“, erklärte Wirtz demnach.

Würdigung durch Danny Wirtz

Auch aus dem Umfeld der Los Angeles Kings kam Anteilnahme. Das Juniorenteam des Klubs bestätigte den Tod des früheren Profis nach kurzer Krankheit. Wirtz' Worte unterstrichen die Wertschätzung für einen Spieler, der in der Kabine wie auf dem Eis als Führungsfigur galt.

Persönlich äußerte sich Calders Tochter Madison Calder. In einem Beitrag auf Instagram schrieb sie: „Nicht in einer Million Jahre hätte ich gedacht, dass dieser Tag kommen würde.“ Der Beitrag dokumentiert die persönliche Betroffenheit in der Familie.

Anteilnahme aus Familie und Klubs

Über die genaue Todesursache machten weder die Klubs noch die Familie nähere Angaben. Die Mitteilung sprach lediglich von einer kurzen Krankheit. Weitere medizinische Details wurden nicht öffentlich.

In seiner aktiven Karriere war der Stürmer als kompromissloser Arbeiter bekannt. Wirtz hob in seinem Statement ausdrücklich die Intensität und Hingabe hervor, die Calders Spiel ausgezeichnet hätten – Eigenschaften, die über das Sportliche hinaus auch als menschliche Qualitäten beschrieben wurden.

Reaktionen aus dem Eishockey

Calder wurde 1978 in Kanada geboren und galt als eines der produktiven Forwards seiner Generation. In den späten 1990er-Jahren hatte er den Sprung in die NHL geschafft und war dort über ein Jahrzehnt aktiv. Auch nach seiner aktiven Zeit blieb er dem Eishockey verbunden.

Mit seinem Tod verliert die kanadische Eishockey-Familie einen Spieler, der die nordamerikanische Profiliga und den Weltmeistertitel von 2003 geprägt hat. Trauerbekundungen aus der gesamten Eishockey-Welt folgten, Weggefährten erinnerten an gemeinsame Erfolge.