Die tschechische Tennisspielerin Marketa Vondrousova, Siegerin von Wimbledon 2023, hat einen Dopingtest verweigert, nachdem bei ihr eine Angststörung diagnostiziert wurde.

Gesundheitliche Gründe für die Verweigerung

Die 27-Jährige leidet nach Angaben von Experten unter einer generalisierten Angststörung und einer akuten Stressreaktion. Diese Diagnose wurde von zwei unabhängigen Quellen bestätigt. Vondrousova, die in der Vergangenheit bereits mit langwierigen Verletzungen und Schlafproblemen zu kämpfen hatte, sieht sich seit längerem mit enormem Druck konfrontiert, der ihre psychische Gesundheit stark belastet.

Hinzu kommen laut Berichten Hassnachrichten und Drohungen, die sie über soziale Medien erhalten hat. Diese haben bei der Spielerin ein Gefühl der Unsicherheit ausgelöst, selbst in ihrem eigenen Zuhause. "Ich fühle mich nicht mehr sicher", soll Vondrousova gegenüber Vertrauten geäußert haben. Die Situation hat sie offenbar so verunsichert, dass sie sich weigerte, den Dopingkontrollbeamten die Tür zu öffnen.

Parallelen zu Petra Kvitovas traumatischem Erlebnis

Der Vorfall erinnert an einen ähnlichen Fall im tschechischen Tennis: 2016 wurde Petra Kvitova, zweifache Wimbledon-Siegerin, in ihrer Wohnung von einem Eindringling mit einem Messer attackiert. Dieses traumatische Ereignis hat Vondrousova nachhaltig geprägt und ihre Vorsicht im Umgang mit Fremden an der Haustür verstärkt.