Eine 60-jährige deutsche Frau ist am Donnerstagabend in Hochfilzen in Tirol von drei Hunden angegriffen und verletzt worden; sie wurde mit dem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus Zell am See geflogen.

Was geschah auf dem Bauernhof?

Am 16. Juli 2026, gegen 20.50 Uhr, begab sich eine 60-jährige Deutsche zu einem Bauernhof in Hochfilzen (Tirol). Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Vorfall am späten Abend auf dem Gelände des Hofs. Die Frau hielt sich dort auf, als es zu dem Angriff kam.

Als eine 50-jährige, deutsche Bewohnerin des Bauernhofes die Haustüre öffnete, attackierten die drei Hunde der 50-Jährigen die 60-Jährige. Die Tiere stürzten sich demnach unmittelbar nach dem Öffnen der Tür auf die Besucherin und verletzten sie an beiden Beinen und an einem Arm.

Die 50-Jährige und Nachbarn schritten ein und konnten die Hunde schließlich von ihr abbringen. Erst durch das Eingreifen mehrerer Personen gelang es demnach, die Tiere von der am Boden liegenden Frau zu trennen und den Angriff zu beenden.

Verletzungen und Rettungseinsatz

Die 60-Jährige erlitt Verletzungen unbestimmten Grades an beiden Beinen und einem Arm. Zur genauen Schwere der Biss- und Rissverletzungen machte die Polizei zunächst keine näheren Angaben. Die Verletzungen waren jedoch so schwer, dass ein Hubschraubereinsatz erforderlich wurde.

Sie wurde mit dem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus Zell am See geflogen. Erstversorger und Notarzt versorgten die Frau noch am Hof, bevor der Helikopter sie in die rund 40 Kilometer entfernte Klinik brachte.

Ermittlungen und offene Fragen

Bei den drei Hunden handelt es sich um Tiere, die auf dem Bauernhof der 50-jährigen Besitzerin gehalten werden. Zu Rasse, Größe oder bisherigem Verhalten der Hunde wurden vonseiten der Ermittlungsbehörden zunächst keine Angaben gemacht. Auch zur Frage, ob die Tiere als gefährlich eingestuft oder behördlich gemeldet waren, lagen am Freitag noch keine Informationen vor.

Die Polizei hat Ermittlungen zum genauen Ablauf und zu möglichen Verantwortlichkeiten aufgenommen. Im Raum steht unter anderem die Frage, wie die Hunde gehalten und gesichert wurden und ob die Besitzerin ihrer Aufsichtspflicht ausreichend nachgekommen ist. Ergebnisse lagen zunächst nicht vor.

Der Vorfall hat in Hochfilzen, einer kleinen Gemeinde im Bezirk Kitzbühel, für Aufsehen gesorgt. Angriffe durch mehrere Hunde auf eine einzelne Person sind in der Region selten; die Behörden kündigten an, den Fall sorgfältig aufzuarbeiten und zu prüfen, ob weitere Maßnahmen – etwa eine sichernde Unterbringung der Tiere – erforderlich sind.

Die 60-jährige Besucherin wurde nach der Erstversorgung in das Krankenhaus Zell am See gebracht. Dort soll sie weiterbehandelt werden; eine Aussage zum Gesundheitszustand der Frau wurde zunächst nicht veröffentlicht.