Drehbuchautorin Liz Meriwether steigt in das Britney-Spears-Biopic ein
Los Angeles, 08. Juli 2026
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Kurzfassung
Hollywood plant seit Längerem ein Biopic über Popstar Britney Spears, basierend auf ihrer Autobiografie „The Woman in Me“. Nun ist mit Liz Meriwether eine renommierte Drehbuchautorin an Bord, wie die Branchenblätter „Variety“ und „Hollywood Reporter“ berichten. Regie soll Jon M. Chu führen, Marc Platt ist als Produzent an Bord, über die Besetzung der Hauptrolle ist noch nichts bekannt.
Die Drehbuchautorin Liz Meriwether ist Teil des Biopic-Projekts über das Leben von Popstar Britney Spears, das auf deren Autobiografie „The Woman in Me“ basiert und bei dem Jon M. Chu Regie führen sowie Marc Platt produzieren soll.
Hollywood will das bewegte Leben der Pop-Ikone Britney Spears (44) auf die Leinwand bringen. Nachdem Universal Pictures bereits 2024 die Rechte an Spears' Memoiren erworben hatte, nimmt das Projekt nun weiter Konturen an. Wie die Branchenblätter „Variety“ und „Hollywood Reporter“ gestern berichteten, ist mit Liz Meriwether eine gefragte Drehbuchautorin an Bord, die das Skript zu dem Film verfassen soll.
Erfahrene Autorin mit Gespür für starke Figuren
Merwether, die vor allem als Schöpferin und Showrunnerin der Comedyserie „New Girl“ bekannt ist, hat in den vergangenen Jahren mit preisgekrönten Projekten auf sich aufmerksam gemacht. Sie arbeitete an den Serien „Dying for Sex“ und „The Dropout“, die beide für Auszeichnungen nominiert wurden. Die 44-Jährige gilt damit als erfahrene Autorin, die Stoffe mit starken weiblichen Protagonistinnen überzeugend umsetzen kann – ein Profil, das zu dem geplanten Biopic passen dürfte.
Als Regisseur ist Jon M. Chu („Crazy Rich", „Wicked") an Bord, der in den vergangenen Jahren mit Musicalverfilmungen große Erfolge an den Kinokassen feiern konnte. An seiner Seite steht mit Marc Platt („Natürlich blond", „La La Land") ein Produzent, der ebenfalls über Erfahrung mit Musik-Themen verfügt. Damit verfügt das Projekt über ein kreatives Team, das mit großen kommerziellen Stoffen und emotionalen Erzählungen vertraut ist.
Vorlage: Eine Autobiografie mit Tiefgang
Grundlage des Films ist Spears' Bestseller-Autobiografie „The Woman in Me", in der die Sängerin schonungslos Einblicke in ihr Leben gewährt. Dabei teilte sie schonungslos gegen ihren Vater, frühere Liebhaber, Paparazzi und Medien aus. Das Buch schildert sowohl die Höhepunkte einer beispiellosen Popkarriere als auch persönliche Krisen und den jahrelangen Rechtsstreit um ihre Vormundschaft.
Spears gehört mit zahlreichen Platin-Schallplatten und Grammy-Auszeichnungen zu den erfolgreichsten Künstlerinnen der Musikgeschichte. Songs wie „Baby One More Time", „Oops!... I Did It Again" und „Toxic" prägen bis heute die Popkultur. Eine Verfilmung ihres Lebens steht damit vor der Herausforderung, eine weltweit bekannte Künstlerin glaubwürdig auf der Leinwand zu verkörpern.
Über die Besetzung der Hauptrolle ist noch nichts bekannt. Branchenbeobachter rechnen allerdings damit, dass die Besetzung erst in den kommenden Monaten bekanntgegeben wird, da das Drehbuch von Meriwether derzeit noch entsteht. Der Zeitplan für Drehbeginn und Kinostart wurde bislang nicht offiziell kommuniziert.
Das Biopic reiht sich in eine wachsende Liste von Künstlerfilmen ein, die in Hollywood derzeit produziert werden. In den vergangenen Jahren hatten vor allem Musikbiografien über Freddie Mercury, Elvis Presley und Bob Marley hohe Einspielergebnisse an den Kinokassen erzielt. Das Team um Chu und Platt hofft offenbar, an diesen Erfolg anzuknüpfen.
Vom Zusammenbruch zur Befreiung
Britney Spears' Geschichte ist dabei über die Musik hinaus eng mit juristischen Auseinandersetzungen verknüpft. 2008 hatte ihr Vater die Vormundschaft über die Musikerin übernommen, nachdem diese wegen privater und beruflicher Probleme psychisch zusammengebrochen war. Im Anschluss folgte auch ein Aufenthalt in einer Entzugsklinik nach einer Festnahme. Diese Phase ihres Lebens war über Jahre hinweg Gegenstand medialer Berichterstattung und öffentlicher Debatten.
Im November 2021 wurde die Sängerin dann nach langem Kampf vor Gericht von dieser Vormundschaft befreit. Die Befreiung wurde international als Wendepunkt wahrgenommen und gab der Diskussion um die Rechte von Menschen unter Vormundschaft neue Impulse. In ihrer Autobiografie verarbeitete Spears diese Erfahrung ausführlich und übte scharfe Kritik an den Umständen.
In dem Buch äußerte sich Spears zudem kritisch zu den Mechanismen der Medienberichterstattung und der Paparazzi-Kultur, die ihre persönlichen Krisen öffentlich zelebriert hatten. Diese Selbstreflexion macht die Memoiren aus Sicht vieler Kritiker zu einem ungewöhnlich offenen Zeugnis einer Popkarriere, in der das Privatleben der Künstlerin über lange Strecken zur öffentlichen Unterhaltung wurde.
Die filmische Umsetzung muss daher eine Balance finden zwischen dem Nachzeichnen einer außergewöhnlichen Karriere und dem sensiblen Umgang mit den persönlichen Schicksalsschlägen der Sängerin. Die Wahl von Meriwether, die in ihren bisherigen Projekten komödiantische Töne mit ernsten Themen verband, könnte darauf hindeuten, dass der Film einen ähnlich vielschichtigen Ansatz verfolgt.
Hohe Erwartungen an die Besetzung
Universal Pictures hatte im Jahr 2024 die Rechte an den Memoiren erworben, ohne dass damals Details zur geplanten Adaption bekanntgegeben wurden. Mit der Verpflichtung von Chu, Platt und nun Meriwether erhält das Projekt nach und nach ein klareres kreatives Profil. Die dpa berichtete zuletzt über den aktuellen Stand der Entwicklungen.
Neben den kreativen Entscheidungen steht das Projekt auch vor der Frage, wie es die komplexe Beziehung zwischen Spears und ihrer Familie darstellen wird. In dem Buch hatte Spears die Rolle ihres Vaters während der Vormundschaft deutlich kritisiert. Diese Passagen könnten im Film zu den emotionalen Kernszenen gehören.
Branchenseitig wird erwartet, dass das Studio in den kommenden Wochen weitere Details zur Produktion bekanntgeben wird. Dazu könnten Angaben zum Drehstart, zur Besetzung weiterer Rollen und zur Veröffentlichungsstrategie gehören. Bis dahin bleibt das Biopic ein Projekt, das bereits jetzt enormes öffentliches Interesse auf sich zieht.
Nächste Schritte in der Produktion
Mit der Verpflichtung von Liz Meriwether ist nun eine Autorin an Bord, die für anspruchsvolle Serienstoffe bekannt ist und mehrfach unter Beweis gestellt hat, komplexe weibliche Biografien überzeugend zu inszenieren. Ihre Beteiligung gilt in Hollywood als ein Signal dafür, dass das Studio der Geschichte von Britney Spears eine differenzierte erzählerische Bearbeitung zugesteht.
Das Vorhaben reiht sich in die Strategie mehrerer großer Studios ein, vermehrt auf Biopics über Musikerinnen und Musiker zu setzen, deren Geschichten ein breites Publikum ansprechen. Britney Spears' Lebensweg – von dem kometenhaften Aufstieg in den späten 1990er Jahren über öffentliche Krisen bis zur Befreiung aus der Vormundschaft – bietet dafür reichlich Stoff.
Die Resonanz in den sozialen Medien auf die Nachricht von Meriwethers Verpflichtung fiel überwiegend positiv aus. Zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer zeigten sich erleichtert darüber, dass eine erfahrene Autorin mit dem Stoff betraut wurde, die für differenzierte Figurengestaltung bekannt ist.
Bis zum geplanten Kinostart dürften allerdings noch mehrere Jahre vergehen. Üblicherweise liegen zwischen der Verpflichtung einer Autorin und dem tatsächlichen Drehbeginn eines Großprojekts zwölf bis 24 Monate, in denen das Drehbuch fertiggestellt, die Besetzung gefunden und die Vorproduktion abgeschlossen werden müssen.
Fragen & Antworten
Wer schreibt das Drehbuch zum Britney-Spears-Biopic?
Die Drehbuchautorin Liz Meriwether ist für das Skript verpflichtet worden, wie „Variety" und „Hollywood Reporter" berichteten. Sie ist vor allem als Schöpferin der Serie „New Girl" sowie durch ihre Arbeit an „Dying for Sex" und „The Dropout" bekannt.
Auf welcher Vorlage basiert der geplante Film?
Grundlage des Biopics ist die Autobiografie „The Woman in Me" von Britney Spears. Die Rechte an dem Buch hatte Universal Pictures bereits 2024 erworben.
Wer führt bei dem Biopic Regie und wer produziert?
Regie soll Jon M. Chu führen, der zuvor unter anderem „Crazy Rich" und „Wicked" inszenierte. Als Produzent ist Marc Platt an Bord, der bereits an „Natürlich blond" und „La La Land" beteiligt war.
Britney-Spears-Biopic: Liz Meriwether schreibt das Drehbuch | nachrichten360