Das neue digitale Einreise- und Ausreisesystem (EES) der EU ist seit heute an allen Grenzübergängen der 25 Schengen-Staaten sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz in Betrieb.
Mehr Daten für mehr Sicherheit
Das EES erfasst deutlich mehr Daten als bisherige Systeme und soll dazu beitragen, Kriminalität und Terrorismus besser zu bekämpfen. Die EU-Kommission verspricht sich von der Technologie eine erhebliche Steigerung der Sicherheit an den Außengrenzen des Schengen-Raums.
EU-Innenkommissar Magnus Brunner bezeichnete die Einführung als "wichtigen Meilenstein für die europäische Außengrenzsicherheit". Das System ersetzt manuelle Stempel in Pässen durch digitale Erfassung und speichert biometrische Daten wie Fingerabdrücke und Gesichtsscans.
Umsetzung in allen Schengen-Staaten
Der Rollout erfolgte zeitgleich in allen 25 EU-Staaten des Schengen-Raums sowie in den assoziierten Ländern Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. Auch Zypern, das zwar EU-Mitglied ist, aber nicht vollständig zum Schengen-Gebiet gehört, hat das System implementiert.
Die EU-Kommission betont, dass das EES die Grenzkontrollen nicht verlängern, sondern effizienter gestalten soll. Reisende müssen sich künftig nur beim ersten Grenzübertritt registrieren lassen; bei späteren Einreisen erfolgt die Identifikation automatisch.
