Messina, 16 August 2026
Unbekannte Diebe haben aus einem Museum in Italien Werke des Renaissance-Malers Antonello da Messina entwendet, wobei sie nach Angaben der Behörden gezielt Alarmanlagen umgingen, um in die Ausstellungsräume zu gelangen.
Was bislang bekannt ist
Der Diebstahl ereignete sich in einem Museum in Italien und richtete sich gegen Werke von Antonello da Messina, einem der führenden Maler der Frührenaissance. Das genaue Museum, die gestohlenen Objekte im Einzelnen und der Zeitpunkt des Einbruchs gehen aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Fest steht bislang nur, dass die Täter Beute machten und unerkannt entkamen.
Nach Darstellung der Ermittler handelten die Diebe außerordentlich präzise. Es heißt, sie hätten die Alarmsysteme umgangen und seien auf diesem Weg in die Ausstellungsräume gelangt. Daraus schließen die Behörden, dass die Täter über kriminologische Erfahrung verfügten und den Ablauf des Gebäudes sowie die Sicherheitstechnik im Voraus kannten. Die Spurensicherung und kriminaltechnische Untersuchungen laufen.
Warum Antonello da Messina zählt
Antonello da Messina, geboren um 1430 in der sizilianischen Hafenstadt Messina und gestorben 1479, gilt als einer der wichtigsten Maler des 15. Jahrhunderts. Er verbindet in seinem Werk die luzide Farb- und Lichtführung der flämischen Malerei mit der klaren Formensprache der italienischen Renaissance und prägte damit eine ganze Epoche. Werke von ihm sind ausgesprochen selten und befinden sich in wenigen Sammlungen weltweit, darunter auch im Louvre in Paris.
Die Bedeutung des Künstlers für die Kunstgeschichte macht jeden Verlust seines Œuvres zu einem schwerwiegenden kulturellen Schaden. Fälschungen und Zuschreibungsfragen sind bei seinen Werken seit langem ein Thema, weshalb gestohlene Originale auf dem illegalen Markt nur schwer absetzbar sind. Die Ermittler gehen daher unter anderem davon aus, dass die Täter die Bilder als Druckmittel in Verhandlungen nutzen oder versuchen könnten, sie über Mittelsmänner zu veräußern.
Ermittlungen und mögliche Hintergründe
Der Fall weckt Erinnerungen an frühere spektakuläre Kunstdiebstähle in Italien, bei denen die Polizei zum Teil erst nach Jahrzehnten anhand von Ermittlungsakten und Hinweisen aus dem Milieu fündig wurde. Ermittler in Italien und internationale Kunstfahnder arbeiten bei solchen Delikten üblicherweise eng zusammen, etwa über die Einheit der Carabinieri für Kulturgüterschutz. Auch Interpol wird in Fällen dieser Größenordnung regelmäßig eingebunden.
Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen gibt es noch keine Festnahmen. Die Staatsanwaltschaft prüft zudem, ob organisierte Kriminalität hinter dem Coup steckt. Die Museumsleitung hat den betroffenen Saal vorerst geschlossen und den Sicherheitsdienst aufgestockt. Über den Wert der Beute wurden noch keine offiziellen Angaben gemacht.
Über den Verbleib der Diebe und der gestohlenen Werke liegen bislang keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Ermittler bitten die Bevölkerung um Hinweise und prüfen Aufnahmen aus der Umgebung des Museums. Sollte sich die Täterschaft als internationales Netzwerk herausstellen, ist mit einer langwierigen, grenzüberschreitenden Suche zu rechnen.
