In der deutschen Automobilbranche sind in den vergangenen zwölf Monaten sechs Prozent der Stellen bei den Herstellern weggefallen, wie aus neuen Auswertungen hervorgeht.
Der Aderlass betrifft die gesamte Wertschöpfungskette. Bei den Zulieferern, zu denen etwa ZF Friedrichshafen und Bosch gehören, fiel der Stellenabbau nach Angaben der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY noch deutlicher aus als bei den OEM-Marken. Auch wenn die Hersteller in der öffentlichen Wahrnehmung dominieren, arbeiten in Deutschland weit mehr Menschen bei Komponenten- und Systemlieferanten als direkt in den Markenwerken.
Zulieferer stärker betroffen als Marken
Besonders betroffen ist Bayern. In dem Bundesland, in dem BMW, Audi und weitere Zulieferer konzentriert sind, sank die Zahl der Beschäftigten in der Automobilbranche überdurchschnittlich stark. Die Konzentration der Industrie in Süddeutschland verstärkt den regionalen Effekt, zumal alternative Arbeitgeber im produzierenden Gewerbe in der Region seltener sind als etwa in Nordrhein-Westfalen.
