Der deutsche Aktienindex DAX ist infolge der vereinbarten Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA um fast fünf Prozent gestiegen. Die Entspannung im Nahost-Konflikt hat auch die Rohölpreise deutlich sinken lassen, wobei Brent-Rohöl erstmals seit über zwei Wochen unter 92 US-Dollar pro Barrel fiel.

Wirtschaftliche Auswirkungen

Die Ankündigung einer Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA hat unmittelbare Auswirkungen auf die globalen Finanzmärkte gezeigt. Besonders deutlich reagierte der DAX, der mit einem Plus von fast fünf Prozent einen der stärksten Tagesgewinne seit Monaten verzeichnete. Analysten führen den Anstieg vor allem auf die reduzierte geopolitische Unsicherheit zurück, die zuvor Anleger verunsichert hatte.

Parallel dazu fiel der Preis für Brent-Rohöl unter die Marke von 92 US-Dollar pro Barrel – ein Tiefstand, der zuletzt vor über zwei Wochen erreicht worden war. Die Ölmärkte reagierten damit auf die Zusicherung des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi, dass die Straße von Hormuz während der Waffenruhe offen bleiben werde. Diese Passage ist für den globalen Ölhandel von entscheidender Bedeutung, da ein großer Teil der weltweiten Ölexporte durch diese Meerenge fließt.

Diplomatische Bedingungen

Die Offenhaltung der Straße von Hormuz war eine zentrale Bedingung der USA für die Vereinbarung der Waffenruhe. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi bekräftigte dies mit den Worten: "The Strait of Hormuz will be open during the ceasefire." Die USA hatten zuvor wiederholt betont, dass eine Blockade der Meerenge als rote Linie gelte und entsprechende Konsequenzen nach sich ziehen würde.