Ithaca, 04 Oktober 2026

Der Präsident der Cornell-Universität, Michael I. Kotlikoff, hat eine interne Untersuchung zum Umgang der Hochschule mit Vorwürfen einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung auf dem Campus angekündigt.

In einer Videobotschaft an die Universitätsgemeinschaft erklärte Kotlikoff, die Hochschule müsse ihren eigenen Umgang mit dem Fall aufarbeiten. Eine ehemalige Studentin, die unter dem Pseudonym Jane Doe auftritt, wirft sieben Männern vor, sie im Jahr 2024 in einem Verbindungshaus auf dem Uni-Gelände sexuell missbraucht und vergewaltigt zu haben.

Die Vorwürfe wiegen besonders schwer, da sie sich gegen Mitglieder einer studentischen Verbindung richten. Universitäten in den USA sehen sich in den vergangenen Jahren wiederholt mit der Frage konfrontiert, wie sie mit sexualisierter Gewalt in Bruderschafts- und Verbindungshäusern umgehen. Verbindungen genießen an Elitehochschulen wie Cornell traditionell einen hohen sozialen Stellenwert und sind eng in das Campusleben eingebunden.