China hat am Freitag 16 Kampfjets in die Nähe Taiwans geschickt, während gleichzeitig der chinesische Präsident Xi Jinping mit dem taiwanischen Oppositionsführer Cheng Li-wun in Peking zusammentraf.
Militärische Präsenz und politische Gespräche
Die chinesischen Kampfjets flogen vom Freitagmorgen bis zum Nachmittag in der Nähe Taiwans, wie zwei Quellen bestätigten. Die Manöver fanden zeitgleich mit dem Treffen zwischen Xi Jinping und Cheng Li-wun in der chinesischen Hauptstadt statt.
Cheng Li-wun, die als Vertreterin der taiwanischen Opposition gilt, bezeichnete ihren Besuch als eine "Mission der Versöhnung", um die Spannungen zwischen China und Taiwan zu verringern. Die taiwanische Regierung unter Präsident Lai Ching-te sieht das Treffen jedoch kritisch. Ein Sprecher von Lais Büro erklärte, das Gespräch diene dazu, die Annexion Taiwans durch China voranzutreiben.
Xi Jinpings klare Botschaft
Während des Treffens betonte Xi Jinping erneut Chinas Haltung zur Taiwan-Frage. Er erklärte, die Unabhängigkeit Taiwans werde "absolut nicht tolerieren". Diese Aussage unterstreicht die langjährige Position Pekings, dass Taiwan ein untrennbarer Teil Chinas sei.
Die Zusammenkunft mit Cheng Li-wun wird als Teil der Bemühungen Chinas gewertet, Einfluss auf die politischen Entwicklungen in Taiwan zu nehmen. Cheng gehört der Kuomintang (KMT) an, einer Partei, die traditionell engere Beziehungen zu China befürwortet.
