Washington, D.C., 21. April 2026

Die demokratische Abgeordnete Sheila Cherfilus-McCormick hat ihren Rücktritt aus dem US-Kongress erklärt und wirft dem Ethikausschuss des Repräsentantenhauses eine "witch hunt" (Hexenjagd) vor. Damit ist sie bereits der dritte Abgeordnete, der inmitten einer Welle von Skandalen sein Amt niederlegt.

Hintergrund der Ereignisse

Die jüngste Rücktrittswelle im US-Kongress hat mit dem Schritt von Cherfilus-McCormick eine neue Dimension erreicht. Die Abgeordnete aus Florida reagierte damit auf ein laufendes Verfahren des Ethikausschusses, das sie als unfair bezeichnete. In einer scharfen Stellungnahme nannte sie den Prozess eine "witch hunt" – ein Begriff, der in den USA oft mit politisch motivierten Untersuchungen assoziiert wird.

Die Demokratin ist nicht die erste, die unter solchen Vorwürfen ihr Amt aufgibt. In den vergangenen Wochen hatten bereits zwei weitere Abgeordnete – darunter der Republikaner Tony Gonzales aus Texas – ihren Rücktritt erklärt. Die genauen Gründe für diese Entwicklungen bleiben unklar, doch die Häufung der Fälle deutet auf eine tiefere Krise im Kongress hin.

Reaktionen und politische Folgen

Cherfilus-McCormicks Vorwürfe gegen den Ethikausschuss haben sowohl bei den Demokraten als auch bei den Republikanern für Unruhe gesorgt. Während einige Parteikollegen ihre Kritik unterstützen, sehen andere darin einen Versuch, von eigenen Verfehlungen abzulenken. Der demokratische Abgeordnete Eric Swalwell äußerte sich bisher nicht öffentlich zu den Vorwürfen.