Carolina Hurricanes gleichen Stanley-Cup-Finale gegen Vegas aus
Las Vegas, 10. Juni 2026
Benjamin Reed / Wikimedia Commons / CC BY-SA 2.0
Kurzfassung
Die Carolina Hurricanes haben das vierte Spiel der Stanley-Cup-Finalserie gegen die Vegas Golden Knights mit 5:3 gewonnen und damit in der Best-of-Seven-Serie zum 2:2 ausgeglichen. In der Nacht auf Freitag (MESZ) folgt Spiel fünf in Raleigh.
Die Carolina Hurricanes haben Spiel vier der Stanley-Cup-Finalserie gegen die Vegas Golden Knights in Las Vegas mit 5:3 gewonnen und damit in der Best-of-Serie zum 2:2 ausgeglichen.
Las Vegas (Nevada) - Die Carolina Hurricanes haben in den Stanley Cup Finals gegen die Vegas Golden Knights dank eines hart erarbeiteten Sieges ausgeglichen. Das 5:3 in Las Vegas am Dienstag (Ortszeit) war der zweite Erfolg im vierten Duell der Best-of-Seven-Serie.
In den neun Jahren seit dem NHL-Debüt steht die Franchise aus der US-Glücksspielmetropole sogar schon zum dritten Mal in der Final-Serie. Die Golden Knights würden ihren zweiten Titel innerhalb der letzten vier Jahre anstreben.
Erstes Drittel: Hurricanes legen furios los
Für die Hurricanes geht es 20 Jahre nach dem ersten Titel um den zweiten Stanley-Cup-Triumph ihrer Geschichte. Beide Teams kämpfen somit um ihren jeweils zweiten Meistertitel.
Die Partie begann für die Gäste aus Carolina optimal: Logan Stankoven brachte die Hurricanes bereits nach 1:06 Minuten in Führung. Nur wenige Minuten später erhöhte Jackson Blake in der vierten Minute auf 2:0 aus Sicht der Gäste.
Im ersten Drittel bot die Begegnung, wie schon die gesamte Serie, einen hohen Unterhaltungswert. Carolina führte nach nicht mal vier Minuten bereits mit 2:0 und hatte das Spielgeschehen zunächst klar im Griff.
Streitbarer Treffer: McNabbs Tor zählt nicht
Mark Stone verkürzte in der achten Minute für die Golden Knights, doch Jordan Staal stellte den alten Abstand mit einem Handgelchtschuss im Powerplay in der 13. Minute wieder her. Der Kapitän der Hurricanes traf zum 3:1 für Carolina.
Ein Treffer von Vegas-Verteidiger Brayden McNabb, der den Anschluss zum 2:3 bedeutet hätte, fand keine Anerkennung. Der Puck hatte die Torlinie erst Sekundenbruchteile nach der Pausensirene überquert.
Der Verteidiger spielte erneut mit einem Gitter vor dem Gesicht, nachdem er im ersten Duell einen Puck ins Gesicht bekommen hatte und mit zahlreichen Stichen genäht werden musste. Die Tatsache, dass sein vermeintlicher Anschlusstreffer nicht zählte, sorgte für zusätzliche Diskussionen.
Nach dem ersten Drittel deutete alles auf einen klaren Erfolg der Gäste hin. Das Mitteldrittel brachte jedoch die Wende zugunsten der Gastgeber, die das Spiel offener gestalteten.
Mittleres Drittel: Vegas kämpft sich zurück
William Karlsson verkürzte in der 24. Minute auf 2:3, Brett Howden glich mit seinem 14. Playoff-Tor dieses Jahres aus. Vegas hatte die Partie nach dem 1:3-Rückstand wieder in die eigene Hand genommen und zwischenzeitlich zum 3:3 ausgeglichen.
Den Unterschied machten am Ende die Gäste. In der 47. Minute erzielte Jordan Staal, der kanadische Kapitän der Hurricanes, das entscheidende 4:3. Er traf mit einem Backhand-Schuss im Fallen und feierte damit seinen zweiten Treffer in diesem Spiel.
Matchwinner Staal und die Familiengeschichte
Staal ist seit Mike Bossy der erste Spieler, der in den ersten vier Spielen einer NHL-Finalserie jeweils mindestens ein Tor erzielen konnte. Eine besondere Note erhält sein Auftritt durch die Familiengeschichte: Sein Bruder Eric hatte den Stanley Cup bereits 2006 mit den Carolina Hurricanes gewonnen.
Für die Entscheidung sorgte schließlich ein Treffer ins leere Tor 55 Sekunden vor Schluss, als die Gastgeber ohne Tormann spielten und den Ausgleich erzwingen wollten. Der Däne Nikolaj Ehlers, der zuvor zwei Vorlagen gegeben hatte, traf in der 60. Minute zum 5:3-Endstand ins verwaiste Gehäuse.
Im Tor der Hurricanes stand Brandon Bussi, der den Vorzug vor Frederik Andersen erhielt. Nach dem Spiel beschrieb er die Begegnung mit Blick auf die gesamte Serie. 'Hektisch wie die ganze Serie. Er ist ein großartiger Spieler und hat sich belohnt', sagte Bussi über Jordan Staals entscheidenden Treffer.
Bussi im Tor und das Duell mit Andersen
Die beiden Final-Teilnehmer haben immer abwechselnd gewonnen und verloren. Nach vier Duellen zwischen den Carolina Hurricanes und den Vegas Golden Knights steht es in der NHL-Finalserie (best of seven) 2:2. Der Kampf um den begehrten Stanley Cup ist in dieser Saison an Spannung nicht zu überbieten.
Vor dem fünften Aufeinandertreffen in der Nacht auf Freitag (MESZ) ist deswegen wieder alles offen. In der Nacht auf Freitag findet das nächste Aufeinandertreffen der Teams statt, diesmal in Raleigh, North Carolina, der Heimat der Hurricanes.
Ausblick: Spiel fünf in Raleigh
Die Vegas Golden Knights hatten zuletzt 2023 den Stanley Cup gewonnen. Mit Blick auf die Ausgeglichenheit der Serie und den Heimvorteil für Carolina in Spiel fünf ist eine Vorentscheidung weiterhin nicht in Sicht.
Sollte Spiel fünf an die Hurricanes gehen, könnten sie sich in Spiel sechs in Las Vegas einen Matchball holen. Sollte Vegas hingegen gewinnen, würde das sechste Spiel in Carolina über den Titel entscheiden.
Fragen & Antworten
Wie steht es in der Stanley-Cup-Finalserie zwischen Carolina und Vegas?
Nach vier Spielen steht es in der Best-of-Seven-Serie 2:2. Die Hurricanes gewannen Spiel vier in Las Vegas mit 5:3 und glichen damit aus.
Wer hat das entscheidende 4:3 für Carolina erzielt?
Jordan Staal, der kanadische Kapitän der Hurricanes, traf in der 47. Minute mit einem Backhand-Schuss im Fallen zum 4:3 und wurde so zum Matchwinner.
Wann und wo findet Spiel fünf statt?
Spiel fünf ist in der Nacht auf Freitag (MESZ) in Raleigh, North Carolina, der Heimspielstätte der Carolina Hurricanes, angesetzt.
Stanley Cup Finale 2026: Carolina gleicht gegen Vegas aus | nachrichten360