Die spanische NGO Caminando Fronteras befürchtet mehr als 80 Tote nach einem Bootsunglück von Gambia aus auf dem Weg zu den zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln.

Bei dem Unglück handelt es sich den Erkenntnissen der Organisation zufolge um das bislang schwerste Bootsunglück auf der sogenannten atlantischen Route in diesem Jahr. Caminando Fronteras verfügt über ein Netz von Mitarbeitern und Informanten in Ländern Nord- und Westafrikas. Über dieses Netzwerk sowie durch direkten Kontakt mit Familien der Migranten erfährt die spanische NGO oft zeitnah, wann, wo und mit wie vielen Personen ein Boot in Richtung der Kanarischen Inseln ablegt.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR sprach unter Berufung auf eigene Daten bereits am Mittwoch von einem schwarzen Tag für den gesamten Kontinent. Die Organisation verwies zugleich auf die insgesamt steigenden Opferzahlen: Demnach sind in diesem Jahr bereits mehr als 1600 Menschen auf dem Weg über den Atlantik gestorben oder werden vermisst.