Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe ermittelt gegen einen Beschuldigten, der in Online-Chatgruppen zu Mord und Terror aufgerufen haben soll und Verbindungen in die sogenannte COM-Szene unterhalten haben soll.

Die Bundesanwaltschaft hat nach eigenen Angaben Ermittlungen gegen einen Mann aufgenommen, der in Online-Chatgruppen zu schweren Straftaten angestiftet haben soll. Die Karlsruher Behörde wirft dem Beschuldigten vor, in den entsprechenden Gruppen nicht nur zu Mord und Terror aufgerufen, sondern auch gezielt junge, überwiegend weibliche Personen ins Visier genommen zu haben. Der Fall weist nach Einschätzung der Ermittler Parallelen zum bekannten Verfahren rund um die Plattform "White Tiger" auf.

Die Generalbundesanwältin erklärte, Mitglieder der Szene gingen gezielt in sozialen Medien und auf Gaming-Plattformen auf die Suche nach jungen, meist weiblichen Personen. Diese würden dann durch Manipulation und Zwang zu erniedrigenden Handlungen und teilweise bis zum Suizid getrieben. Wörtlich heißt es in der Mitteilung: "Ihre Mitglieder suchen zielgerichtet in sozialen Medien oder auf Gaming-Plattformen etwa nach sehr jungen, meist weiblichen Personen, die durch Manipulation und Zwang zu erniedrigenden Handlungen und/oder Selbstverletzungen bis hin zum Suizid gedrängt werden sollen."