Die Umweltorganisation BUND Hessen hat Beschwerde eingelegt, um den Abschuss von zwei Jungwölfen im Lahn-Dill-Kreis zu verhindern, und will die von den Behörden erteilte Ausnahmegenehmigung gerichtlich stoppen.
Die Umweltorganisation BUND Hessen hat am Mittwoch Beschwerde gegen eine Ausnahmegenehmigung eingelegt, die den Abschuss von zwei Jungwölfen im Lahn-Dill-Kreis in Mittelhessen erlaubt. Die Organisation will erreichen, dass die Tiere nicht getötet werden, und hält die Genehmigung für rechtlich fehlerhaft. Damit verschärft sich der Streit um den Umgang mit Wölfen in Hessen, der seit Monaten zwischen Naturschutzverbänden, Jägern und Behörden geführt wird.
Der Konflikt hatte sich zuvor an einem konkreten Vorfall entzündet, bei dem Nutztiere in der Region gerissen worden waren. Als Reaktion darauf hatte die zuständige Behörde eine Ausnahmegenehmigung erteilt, um zwei Jungwölfe entnehmen zu dürfen. Diese Entscheidung stieß bei Umweltverbänden auf scharfen Protest. Vertreterinnen und Vertreter des BUND argumentieren, dass ein Abschuss nicht mit dem geltenden Artenschutzrecht vereinbar sei und es wirksamere, präventive Maßnahmen gebe, um Weidetiere zu schützen.
