Köln, 23 Juli 2026

Der 1. FC Köln hat einem Medienbericht zufolge ein erstes Angebot von Borussia Dortmund für den Offensivspieler Said El Mala abgelehnt, weil die gebotene Summe dem Verein zu niedrig erschien.

Borussia Dortmund ist einem Sky-Bericht zufolge mit einem ersten Angebot für Jungstar Said El Mala beim 1. FC Köln vorstellig geworden. Demnach habe der BVB in der vergangenen Woche ein Paket in Höhe von 26 Millionen Euro plus acht Millionen Euro an leicht zu erreichenden Bonuszahlungen sowie weitere acht Millionen Euro an schwer zu erreichenden Bonuszahlungen geboten. Doch dem FC soll die demnach gebotene Summe zu niedrig sein.

Der 1. FC Köln hat das Angebot nach den vorliegenden Informationen zurückgewiesen. Damit bleibt der Offensivspieler vorerst beim rheinischen Klub. FC-Sportdirektor Thomas Kessler hatte nach dem Trainingsauftakt bereits angedeutet, dass El Mala in der kommenden Saison für den FC auflaufen werde.

Kölner Position

Kessler sagte damals: "Es gab das ein oder andere Angebot, was ja auch in die Öffentlichkeit gelangt ist. Aber es hat nachher nicht zum Transfer geführt und deswegen bin ich der festen Überzeugung, dass er in dieser Saison für den FC spielen wird." Diese Aussage unterstreicht die Haltung der Kölner Verantwortlichen, den Spieler nicht ohne weiteres abgeben zu wollen.

Im Werben um den Jungstar soll der BVB einem Medienbericht zufolge Ernst machen. Der Verein aus dem Ruhrgebiet sucht offenbar Verstärkung für die Offensive und hat El Mala als Ziel auserkoren. Die Ablehnung des ersten Angebots bedeutet allerdings nicht zwangsläufig das Ende der Verhandlungen.

Brentford als Vergleich

Bemerkenswert ist der Kontrast zu einem anderen Interessenten: Medienberichten zufolge hatte zuvor der englische Erstligist FC Brentford ein Ablöse-Gesamtpaket von bis zu 50 Millionen Euro für El Mala geschnürt. Damit liegt das Dortmunder Angebot deutlich unter dem, was der Londoner Vorortklub dem Vernehmen nach auf den Tisch gelegt hatte.

Die Kölner Verantwortlichen zeigen sich unterdessen zufrieden mit ihrem Spieler. "Er wirkt voller Tatendrang, er freut sich total, hier zu sein und wir sind auch total happy, dass wir Said hier haben", hieß es aus dem Umfeld des Vereins. El Mala gilt als eines der größten deutschen Offensivtalente.

Sollte der BVB seine Bemühungen intensivieren, wäre eine Nachbesserung des Angebots wahrscheinlich. Branchenbeobachter sehen den Klub in der Pflicht, deutlich nachzulegen, um die Kölner Verantwortlichen umzustimmen. Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob Dortmund die geforderte Summe aufbringen will.

Marktreaktion und Ausblick

Parallel sorgt das Thema auch an der Börse für Aufmerksamkeit. Die BVB-Aktie stand im nachbörslichen Handel zeitweise bei 3,06 Euro und damit 0,99 Prozent über ihrem XETRA-Schluss. Analysten wie die Berenberg Bank stufen die Aktie weiterhin mit "Buy" ein.

Sollte der Transfer doch noch zustande kommen, wäre es einer der größten Deals der jüngeren Bundesliga-Geschichte. Der 1. FC Köln hat mit der klaren Positionierung aber ein deutliches Signal an die Adresse des BVB gesendet.

Fest steht: Said El Mala wird nach derzeitigem Stand in der kommenden Saison das Trikot des 1. FC Köln tragen. Ob sich daran noch etwas ändert, hängt vom weiteren Verhalten der Borussia ab.

Die Personalie El Mala ist auch deshalb brisant, weil der Spieler gilt und in den Planungen mehrerer Klubs eine zentrale Rolle spielt. Sein Verbleib in Köln wäre für den FC ein sportlicher Gewinn, ein Wechsel nach Dortmund für den BVB ein Signal im Kampf um die Spitzenplätze.