Bayern München und Konrad Laimer stehen kurz vor einer Vertragsverlängerung
München, 18. Juni 2026
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Kurzfassung
Der FC Bayern München und Konrad Laimer stehen nach monatelangen Verhandlungen offenbar kurz vor einer Vertragsverlängerung. Sportvorstand Max Eberl bestätigte den Willen des Klubs, mit dem österreichischen Nationalspieler zu verlängern.
Der FC Bayern München und der österreichische Rechtsverteidiger Konrad Laimer stehen laut dem Magazin „Kicker" nach mehr als einem halben Jahr Verhandlungen kurz vor einer Einigung über eine Vertragsverlängerung, die den 29-Jährigen über das Ende seines aktuellen Kontrakts im Sommer 2027 hinaus an den Klub binden soll.
Annäherung nach langem Poker
Nach Angaben des Fachmagazins „Kicker" haben sich beide Seiten in den vergangenen Wochen deutlich angenähert. Wie der „Kicker" berichtet, haben die Gespräche zuletzt deutliche Fortschritte gemacht. Die finanziellen Differenzen, die eine Einigung monatelang erschwert hatten, sollen inzwischen ausgeräumt sein. „Nun stehen die Zeichen aber klar auf Vertragsverlängerung", schreibt das Blatt.
Bayerns Sportvorstand Max Eberl hatte die Verhandlungen bereits in der Endphase der Bundesliga-Saison öffentlich bestätigt. „Es gibt zwei Standpunkte, die momentan nicht übereinander passen. Wir wollen mit Konni verlängern, das ist Fakt. Jetzt müssen wir irgendwie eine Brücke finden, was die Vorstellungen betrifft", sagte Eberl. Inzwischen ist diese Brücke offenbar gefunden.
Spielerprofil: Ein Rechtsverteidiger mit Doppelnutzung
Konrad Laimer spielt seit Sommer 2023 beim FC Bayern und ist dort als Defensivspieler gesetzt. Er war sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite gesetzt. Sein aktueller Vertrag läuft noch bis Sommer 2027. Damals war der Österreicher ablösefrei von RB Leipzig an die Isar gewechselt.
In München kam der Rechtsverteidiger, dessen Marktwert laut aktuellen Daten mit 32 Millionen Euro einen persönlichen Rekordwert erreicht hat, seither zu 136 Einsätzen, sieben Toren und 21 Vorlagen. Er überzeugte vor allem als Außenverteidiger und gehört nach Marktwert zu den 15 wertvollsten Rechtsverteidigern der Welt.
Gehaltlich hatte es zwischen Spieler und Klub zwischenzeitlich erhebliche Differenzen gegeben. Laimer und sein Beraterteam hatten zuvor laut früheren Berichten rund 15 Millionen Euro pro Jahr inklusive möglicher Bonuszahlungen gefordert. Der FC Bayern hatte diese Forderung als zu hoch eingestuft. Bislang soll Laimer beim deutschen Rekordmeister etwa acht bis neun Millionen Euro pro Jahr verdienen, während Offensivspieler Michael Olise nach Berichten bei rund 13 Millionen Euro liegt. Genaue Zahlen aus der neuen Vereinbarung veröffentlichte der „Kicker" nicht.
Finanzielle Eckdaten und Gehaltsstruktur
Zeitweise schien eine Verlängerung sogar fraglich. Die Verhandlungen zogen sich über mehr als ein halbes Jahr. Die Gespräche sollen sich über mehr als ein halbes Jahr gezogen haben, schreibt der „Kicker". In dieser Phase hatte Bayern unter anderem nach eigenen Angaben auf die hohen Kosten früherer Vertragsverlängerungen reagiert und die Gespräche zunächst zurückhaltender geführt.
Auch der Ehrenpräsident des Vereins, Uli Hoeneß, hatte sich zuletzt öffentlich geäußert und dabei den Spieler gelobt, gleichzeitig aber auch die finanziellen Leitlinien des Klubs verteidigt. „Konny ist ein Spieler, den ich sehr schätze. Er ist für die Mannschaft extrem wichtig, genauso für die Außendarstellung des Vereins. Erarbeitet unheimlich viel für das Team", sagte Hoeneß im Interview mit dem Streamingdienst DAZN. Allerdings fügte er an: „aber er ist eben nicht Maradona. Und solche Spieler müssen akzeptieren, dass es Grenzen gibt."
Stimmen aus dem Verein
Laimer selbst hatte sich vor der Weltmeisterschaft positiv über seine Zukunft in München geäußert. „Ich habe es schon oft gesagt. Ich fühle mich hier richtig wohl. Es macht Spaß in der Mannschaft und jetzt schauen wir, wie es weitergeht", sagte der Österreicher, der zum Kader seines Landes bei der WM 2022 gehört hatte. Angesprochen auf finanzielle Forderungen sagte er zu Sky-Reporter Florian Plettenberg: „Du weißt ja gar nicht, was ich fordere."
Zum Verhältnis zu Hoeneß betonte der Spieler: „Ich und der Uli sind schon immer auf einer Wellenlänge gewesen. Das ist sowieso kein Problem." Über seine sportlichen Ambitionen sagte er: „Ich bin jetzt drei Jahre hier und wir haben jetzt das Double gewonnen. Und ich habe noch vor, einige Titel zu gewinnen."
Planungssicherheit auf der rechten Seite
Sollte die Verlängerung zustande kommen, hätte der FC Bayern auf der Rechtsverteidigerposition für die kommenden Jahre Planungssicherheit. Denn Laimers Vertrag wäre über das Ende seines bisherigen Kontrakts im Sommer 2027 hinaus verlängert, am Ende seines neuen Vertrags wäre er 30 Jahre alt. Als zweite Option für die Position plant der Klub laut Berichten weiterhin Josip Stanišić, dessen eigener Kontrakt beim FC Bayern bis 2029 läuft.
Die Personalplanung beim FC Bayern München ist derzeit auch auf der linken Abwehrseite im Gange. Dort spielt derzeit der Kanadier Alphonso Davies. Nach Berichten will der Klub auf dieser Position den deutschen Nationalspieler Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt verpflichten, um sich auf der linken Seite zusätzlich zu verstärken.
Ausblick auf die Kaderplanung
Die sportliche Gesamtsituation beim FC Bayern München ist zum Zeitpunkt der Einigung günstig. Der Klub steht in der Fußball-Bundesliga aktuell auf dem ersten Tabellenplatz. Cheftrainer ist Vincent Kompany. Im Kader stehen 25 Spieler, der Gesamtmarktwert des Teams wird mit 957,65 Millionen Euro angegeben. Der zuletzt gelistete Transfer ist Bara Sapoko Ndiaye.
Wie der „Kicker" berichtet, nähert sich der lange Poker dem Ende. Damit wäre der Wechselpoker um den österreichischen Rechtsverteidiger nach mehr als einem halben Jahr Verhandlungen, gelegentlichen Rückschlägen und öffentlichen Wortmeldungen aus dem Verein auf der Zielgeraden. Wann der Kontrakt formal unterzeichnet werden soll, war aus dem Bericht zunächst nicht hervorgegangen.
Sollten die letzten Details geklärt werden, wäre die Verlängerung ein Signal für Kontinuität in einer sportlich entscheidenden Phase des Klubs. Laimer hatte in München trotz unterschiedlicher Einsatzpositionen seinen Stammplatz behauptet und mit seiner Dynamik, seinem Defensivverhalten und seinen Vorlagen zum Gewinn des Doubles beigetragen.
Für den FC Bayern, der in den vergangenen Monaten mehrere kostspielige Vertragsverlängerungen abgeschlossen hatte, wäre die Einigung mit Laimer zugleich ein Hinweis auf eine zurückhaltendere Gehaltspolitik. Dass der Verein den 15-Millionen-Euro-Forderungen nicht entsprochen hat, deutet darauf hin, dass der Spieler dem Club bei den finanziellen Rahmenbedingungen entgegengekommen ist.
Eine Bestätigung oder offizielle Stellungnahme des FC Bayern München zu den laufenden Gesprächen lag bis Redaktionsschluss nicht vor. Der „Kicker" hatte den Stand der Verhandlungen am späten Dienstagabend veröffentlicht.
Fragen & Antworten
Wer ist Konrad Laimer?
Konrad Laimer ist ein 29 Jahre alter österreichischer Nationalspieler, der seit Sommer 2023 als Defensivspieler beim FC Bayern München unter Vertrag steht und vor allem als Außenverteidiger eingesetzt wird.
Warum hat sich die Vertragsverlängerung so lange hingezogen?
Die Verhandlungen zwischen Laimer und dem FC Bayern liefen laut „Kicker" mehr als ein halbes Jahr, weil die Gehaltsvorstellungen beider Seiten zunächst deutlich auseinanderlagen und der Verein nach teuren vorherigen Verlängerungen bei den Personalkosten vorsichtiger agierte.
Was würde eine Verlängerung für die Kaderplanung des FC Bayern bedeuten?
Bei einer Einigung hätte der FC Bayern auf der Rechtsverteidigerposition für die kommenden Jahre Planungssicherheit, neben dem zweiten Rechtsverteidiger Josip Stanišić, dessen Vertrag bis 2029 läuft; gleichzeitig arbeitet der Klub an einer Verstärkung der linken Abwehrseite mit Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt.
Laimer-Verlängerung: Bayern vor Einigung mit | nachrichten360