Der österreichische Radprofi Felix Gall hat am Freitag auf der Königsetappe des 109. Giro d'Italia seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung eindrucksvoll verteidigt und wurde in Alleghe starker Vierter.

Die Etappe über 151 Kilometer von Feltre nach Alleghe führte über sechs Dolomitenpässe und wies rund 5.000 Höhenmeter auf. Bei brütender Hitze und angefeuert von tausenden Radsportfans entlang der Strecke zeigte der 28-jährige Decathlon-Kapitän eine taktisch reife Leistung.

Kuss nutzt seine Freiheit

Den Tagessieg sicherte sich der US-Amerikaner Sepp Kuss, ein Teamkollege des Gesamtführenden Jonas Vingegaard. Kuss, der normalerweise als wichtiger Edelhelfer für Vingegaard fährt, durfte auf dieser Etappe auf eigene Rechnung fahren und setzte sich 2,2 Kilometer vor dem Ziel entscheidend von Giulio Ciccone ab.

Hinter Kuss belegte der Kanadier Derek Gee-West mit 13 Sekunden Rückstand den zweiten Platz, der Italiener Giulio Ciccone wurde mit 36 Sekunden Rückstand Dritter. Felix Gall erreichte das Ziel 39 Sekunden nach dem Etappensieger und unmittelbar vor dem Dänen Jonas Vingegaard, dem Träger der Maglia Rosa.

Gall selbst zeigte sich nach der Etappe zufrieden. „Ich habe mich den ganzen Tag sehr gut gefühlt und habe auch die Landschaft genießen können“, sagte der Osttiroler. Besonders die Unterstützung der zahlreichen mitgereisten Fans habe ihn beflügelt: „Ich habe sehr oft meinen Namen gehört.“