Die Arbeitslosigkeit in Österreich hat im Oktober 2026 erneut zugenommen. Wie die aktuellen AMS-Zahlen zeigen, sind bereits 381.200 Menschen ohne Beschäftigung. Damit setzt sich der seit Monaten anhaltende Aufwärtstrend auf dem heimischen Arbeitsmarkt weiter fort.

Besonders betroffen sind laut den vorliegenden Daten die sogenannten Langzeitbeschäftigungslosen, deren Zahl ebenfalls gestiegen ist. Auch bei der Lehrstellenlücke, also dem Missverhältnis zwischen angebotenen Ausbildungsplätzen und der Nachfrage junger Jugend, zeigen sich weiterhin Engpässe. Expertinnen und Berater beim AMS schlagen Alarm.

Die 'Stille Reserve' als Unsicherheitsfaktor

Ein zusätzliches Problem ist die sogenannte 'Stille Reserve'. Damit sind Menschen gemeint, die sich beim AMS abgemeldet haben – also nicht mehr in der Statistik auftauchen – obwohl sie eigentlich auf der Suche nach einem Job sind. Schätzungen von Fachleuten zufolge liegt diese Gruppe zwischen 100.000 und 160.000 Personen. Die tatsächliche Arbeitslosigkeit könnte daher deutlich höher sein als die offiziellen Zahlen.