Die russische Tennisspielerin Anastasia Potapova hat nach vierjährigem Prozess die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten und betont, dass der Pass ihr Leben auf der Tour deutlich verbessert hat.
## Schwierigkeiten als russische Athletin Anastasia Potapova, die zuvor unter russischer Flagge antrat, hatte als Athletin aus Russland mit erheblichen Herausforderungen zu kämpfen. Vor allem Visa-Probleme und Reisebeschränkungen erschwerten ihre Karriere auf der internationalen Tennis-Tour. Die 25-Jährige, die bereits früher in Wien lebte und die Stadt schätzt, entschied sich daher für den Wechsel zu Österreich. „Der österreichische Pass hat mein Leben besser gemacht“, sagte Potapova.
Die Entscheidung stieß auch bei einigen ihrer russischen Kollegen auf Zustimmung. Mehrere Spielerinnen und Spieler gratulierten ihr zu dem Schritt, wie aus Kreisen des Tennis-Sports bekannt wurde. Potapova zeigte sich zugleich sensibel für die mögliche Kritik ukrainischer Spielerinnen, die aufgrund des Krieges eine andere Perspektive auf ihre Entscheidung haben könnten.
## Unterstützung durch Günter Bresnik Einen entscheidenden Anteil an der Einbürgerung hatte der renommierte österreichische Tennistrainer Günter Bresnik. Der langjährige Coach, der unter anderem auch Potapovas Ex-Ehemann Alexander Shevchenko aus Kasachstan betreute, half der Russin bei den bürokratischen Hürden. Shevchenko hatte selbst in Österreich trainiert und war mit Bresnik zusammengearbeitet, was Potapova den Zugang zu dem Netzwerk erleichterte.
Potapova, die bereits vor ihrer Heirat mit Shevchenko regelmäßig in Wien lebte, fühlte sich in Österreich stets willkommen. Die Hauptstadt wurde für sie zu einer zweiten Heimat, was die Entscheidung für den Staatsbürgerschaftswechsel zusätzlich begünstigte. „Wien ist eine wunderbare Stadt, und ich fühle mich hier sehr wohl“, erklärte die Spielerin.
Die Einbürgerung markiert einen Neuanfang für Potapova, die nun ohne die bisherigen Reiseprobleme an Turnieren in Europa und weltweit teilnehmen kann. Mit der österreichischen Flagge an ihrer Seite hofft sie auf mehr Stabilität und bessere Rahmenbedingungen für ihre Karriere.