Potapova erreicht Achtelfinale in Madrid als Lucky Loser
Die russischstämmige Neo-Österreicherin Anastasia Potapova hat beim WTA-1000-Turnier in Madrid als erste Spielerin überhaupt als Lucky Loser das Achtelfinale erreicht.
Historischer Erfolg für Potapova
Anastasia Potapova sorgte am späten Sonntagabend für eine Sensation, als sie die an Nummer 21 gesetzte Lettin Jelena Ostapenko in drei Sätzen besiegte. Mit 4:6, 6:4, 6:4 setzte sich die 25-Jährige durch und schrieb damit Tennis-Geschichte. Noch nie zuvor hatte es eine Spielerin geschafft, als Lucky Loser in die Runde der letzten 16 in Madrid vorzudringen.
Der Sieg war hart erkämpft: Nach einem verlorenen ersten Satz kämpfte sich Potapova zurück, brach Ostapenko im zweiten Satz zweimal und sicherte sich den Durchgang mit 6:4. Im entscheidenden dritten Satz geriet sie nach einer 3:0-Führung zwar noch in Rückstand (3:4), doch ein Rebreak zum 4:4 und ein spektakulärer Return zum Matchgewinn besiegelten ihren Triumph.
Dramatischer Weg ins Achtelfinale
Potapovas Erfolg ist umso bemerkenswerter, da sie eigentlich in der Qualifikation gescheitert war. In der zweiten Qualifikationsrunde unterlag sie der Österreicherin Sinja Kraus. Durch die Absage einer gesetzten Spielerin erhielt sie jedoch als Lucky Loser einen Platz im Hauptfeld und sogar ein Freilos in der ersten Runde.
In der zweiten Runde besiegte sie die Chinesin Zhang Shuai klar mit 6:3, 6:1, bevor sie sich in der dritten Runde gegen Ostapenko durchsetzte. Besonders im letzten Satz zeigte Potapova Nervenstärke: Nachdem sie eine Breakchance ihrer Gegnerin mit einem Ass abwehrte, sicherte sie sich den Sieg mit ihrem ersten Matchball.

