Der mutmaßliche Amokfahrer von Leipzig hatte seine Tat bereits im April angekündigt, wie Ermittlungen bestätigen. Der 33-jährige Deutsche schrieb seiner Frau in einer Chat-Nachricht: "Es ist lange her, dass ein Auto in eine Menschenmenge gefahren ist."

Vorwarnungen und Drohungen

Die Ehefrau des Mannes hatte bereits im März das Jugendamt kontaktiert und im April mehrere Anzeigen gegen ihren Mann gestellt – unter anderem wegen Bedrohung, Beleidigung und Verleumdung. Laut Ermittlern hatte der Verdächtige mindestens einmal damit gedroht, andere Familienmitglieder zu töten. Die Eheleute lebten zum Zeitpunkt der Tat bereits getrennt.

Am Abend des 29. April gab es einen weiteren Polizeieinsatz an der Wohnung der Frau und des gemeinsamen Kindes. Der Mann selbst war im April nach der Chat-Nachricht in einer psychiatrischen Klinik behandelt worden und hatte diese am 29. April verlassen.