AMD hat im ersten Quartal 2026 die Erwartungen von Analysten übertroffen, angeführt von einem starken Wachstum im Datencenter-Bereich.

Starke Zahlen im Datencenter-Segment

Der Umsatz im Datencenter-Bereich von AMD stieg im Vergleich zum Vorjahr um 57 Prozent auf 5,8 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf das Unternehmen nicht nur die Prognosen, sondern setzte auch ein Zeichen für die wachsende Bedeutung von Rechenzentren in der KI-Ära. CPUs und GPUs von AMD werden zunehmend für das Training und den Betrieb von KI-Modellen nachgefragt.

Auch in anderen Segmenten schnitt AMD besser ab als erwartet: Der Client-Bereich, zu dem Desktop- und Notebook-Prozessoren gehören, erzielte einen Umsatz von 2,9 Milliarden US-Dollar gegenüber einer Prognose von 2,73 Milliarden. Das Gaming-Geschäft lag mit 720 Millionen US-Dollar über den erwarteten 668 Millionen.

Börsenreaktion und Branchentrends

Die positiven Zahlen schlugen sich unmittelbar an der Börse nieder: Die AMD-Aktie stieg in den frühen Handelsstunden am Mittwoch um mehr als 18 Prozent. Dies folgt auf ähnlich positive Reaktionen nach den Intel-Ergebnissen vom 23. April, die ebenfalls die Erwartungen übertrafen und den Aktienkurs des Konkurrenten um 24 Prozent steigen ließen.

Allerdings sieht die Branche auch Herausforderungen: Die globalen PC-Auslieferungen werden voraussichtlich bis 2026 um 11,3 Prozent zurückgehen, bedingt durch den anhaltenden globalen Speichermangel. Auch Tablet-Lieferungen könnten um 7,6 Prozent sinken. Tim Cook, CEO von Apple, kommentierte die Situation mit den Worten: "increased memory prices will likely hit that company's margins in the coming quarters".

Neue Produkte und Zukunftspläne

AMD bereitet derweil die Einführung seines ersten Rack-Scale-Systems namens Helios vor, das GPUs und CPUs des Unternehmens in einem größeren Server-Rack kombiniert. Dies unterstreicht die strategische Ausrichtung auf leistungsfähige Lösungen für Rechenzentren, die angesichts des KI-Booms immer wichtiger werden.

Die Ergebnisse von AMD und Intel zeigen, dass die Nachfrage nach Hochleistungs-Hardware für Datenzentren weiterhin stark ist. Während sich der PC-Markt abschwächt, profitieren beide Unternehmen von der wachsenden Bedeutung von KI-Anwendungen und Cloud-Computing.