Ein 27-jähriger Algerier wurde wegen Beihilfe zu einer Serie von 14 Bankomat-Sprengungen in Wien zu sieben Jahren Haft verurteilt. Das Wiener Landesgericht befand den Mann für schuldig, einer kriminellen Bande logistische Unterstützung geleistet zu haben. Die Gruppe war für die Sprengung von Geldautomaten in der österreichischen Hauptstadt verantwortlich.
Hintergrund der Taten
Der Algerier stellte der Bande eine Wohnung in Wien-Donaustadt zur Verfügung und half bei der Beschaffung von E-Rollern und Mietwagen für die Anschläge. Die Täter nutzten diese Ressourcen, um ihre Sprengstoffanschläge auf Bankomaten durchzuführen. Insgesamt wurden 14 solcher Attacken verübt, die erheblichen Sachschaden verursachten.
Der Angeklagte gab zu, die Wohnung bereitgestellt und Kontakte für Fahrzeugbeschaffung vermittelt zu haben. Allerdings betonte er, dies nur wegen der Mieteinnahmen von 5.000 Euro getan zu haben. „Als ich erfahren habe, was die machen, habe ich sie rausgeworfen“, sagte er vor Gericht.
Polizeiliche Maßnahmen und Festnahmen
Am 6. April 2025 eskalierte die Situation, als die Polizei zwei der mutmaßlichen Täter stellte. Bei der Konfrontation wurden beide angeschossen, einer konnte festgenommen werden, während der andere flüchtete. Der Flüchtende suchte Zuflucht in einer gemieteten Wohnung im 22. Bezirk Wiens.
