Algerien schlägt Jordanien 2:1 – Österreich braucht Remis
Santa Clara/Kansas City, 23 Juni 2026
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Kurzfassung
Algerien hat in der Nacht auf Dienstag in Santa Clara Jordanien mit 2:1 bezwungen und damit den ersten WM-Sieg seit zwölf Jahren gefeiert. Durch den Erfolg steht Österreich am Sonntag in Kansas City vor einem Endspiel um Platz zwei in Gruppe J – ein Remis genügt.
Santa Clara/Kansas City, 23 Juni 2026
Algerien hat in der WM-Vorrunde der Gruppe J Jordanien mit 2:1 (0:1) bezwungen und damit den ersten WM-Sieg seit zwölf Jahren gefeiert; im Kampf um Platz zwei trifft Rot-Weiß-Rot in der Nacht auf Sonntag in Kansas City auf die Mannschaft von Trainer Vladimir Petkovic.
Spielverlauf in Santa Clara
Im San Francisco Bay Area Stadium in Santa Clara trafen die „Wüstenfüchse" am späten Montagabend (Ortszeit) auf den WM-Debütanten Jordanien, der sich in einer Fünfer-Abwehrkette tief zurückzog und auf Konter setzte. Vor 68.371 Zuschauern und unter der Leitung des slowenischen Schiedsrichters Vincic entwickelte sich eine Partie, in der Algerien zwar die bestimmende Mannschaft war, dabei aber zunächst „ohne dabei aber Gefahr auszustrahlen" blieb.
Die überraschende Führung der Jordanier resultierte aus einem Fehlpass von Ramiz Zerrouki vor dem eigenen Strafraum, den die algerische Hintermannschaft nicht mehr bereinigen konnte. Im Anschluss flankte Mussa al-Taamari, und Nizar Al-Raschdan verwertete in der 36. Minute mit dem Außenrist zur 1:0-Führung des Außenseiters.
Doppelwechsel zur Pause
Algerien reagierte mit einem Doppelwechsel zur Pause: Nadhir Benbouali und Zerrouki, der Verursacher des Gegentreffers, wurden in die Partie gebracht. In der Folge drückten die Nordafrikaner, Riyad Mahrez vergab in der Anfangsphase jedoch eine klare Möglichkeit, als ihm der Ball nach einem Steilpass vom Fuß genommen wurde. Auch nach dem Seitenwechsel scheiterte der 35-jährige Mannschaftskapitän am jordanischen Torhüter Yazeed Abulaila.
Der Bann brach in der 69. Minute: Eine Ecke von Kapitän Mahrez landete auf dem Kopf von Benbouali, der zum 1:1 einköpfte. „Zwei Eckbälle brachten Entscheidung", beschrieb die Berichterstattung den Knackpunkt der Partie. „Algerien die bestimmende Mannschaft, ohne dabei aber Gefahr auszustrahlen" – so hatte die Beobachtung vor dem Ausgleichstreffer gelautet.
Wenig später, in der 82. Minute, fiel die Entscheidung: Erneut segelte eine algerische Ecke in den jordanischen Strafraum, Amine Gouiri, der als Mittelstürmer von Olympique Marseille in die Partie gekommen war, traf aus kurzer Distanz. Der Treffer stand nach einer VAR-Überprüfung wegen einer möglichen Abseitsstellung.
Jordanien vorzeitig ausgeschieden
Jordanien, das im ersten Gruppenspiel 1:3 gegen Österreich verloren hatte und auch in dieser Partie ohne Punktgewinn blieb, ist damit als Gruppenletzter vorzeitig ausgeschieden. „Jordanien kann den letzten Tabellenplatz in Gruppe J dagegen sogar bei einem Sensationserfolg gegen Titelverteidiger Argentinien nicht mehr verlassen." Für den WM-Neuling ist die K.o.-Runde „außer Reichweite" – „Die K.o.-Runde indes außer Reichweite."
Algerien schraubte sein Punktekonto nach der Auftaktniederlage gegen Argentinien (0:3) auf drei Zähler und ist damit wieder im Rennen um den Einzug in die nächste Runde. „Die Mannschaft von Trainer Vladimir Petkovic siegte im arabischen Duell nach Rückstand noch mit 2:1 (0:1)." Es war „Algeriens erster WM-Sieg seit zwölf Jahren" und der perfekte Auftakt in die entscheidende Phase der Gruppenphase.
Ausgangslage vor dem Endspiel
Die Ausgangslage vor dem abschließenden Gruppenspiel am Sonntag (Anpfiff in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 4.00 Uhr MESZ/live ORF 1) in Kansas City ist damit klar: Argentinien hat sich als Titelverteidiger den ersten Platz in Gruppe J gesichert. Österreich und Algerien folgen mit jeweils drei Punkten auf den Plätzen zwei und drei. „Im Kampf um Platz zwei in Gruppe J bekommt es Österreich … mit Algerien zu tun."
„Dabei reicht Rot-Weiß-Rot ein Remis." Weil die österreichische Mannschaft gegen Jordanien ein deutlich besseres Torverhältnis als Algerien aufweist, würde bereits ein Unentschieden zum Sprung auf Platz zwei reichen. Für Algerien bedeutet das Endspiel, dass nur ein Sieg das Weiterkommen sichert; bei Punktgleichheit würde die neue Regel der WM 2026 greifen, die den direkten Vergleich vor die Tordifferenz stellt.
Diese neue Zählweise hatte bereits die Türkei um Can Uzun (Eintracht Frankfurt) getroffen, die trotz gleicher Punktzahl wie ein Konkurrent ausgeschieden ist. „Und die beiden betroffenen direkten Vergleiche hat die Türkei verloren." „Anders als bei der WM in Katar 2022 zählt bei Punktgleichheit zuerst der direkte Vergleich und dann erst die Tordifferenz."
Mit Blick auf den Algerien-Kader stechen mehrere Bundesliga-Profis hervor: Fares Chaibi von Eintracht Frankfurt bestritt die vollen 90 Minuten gegen Jordanien. Kapitän Riyad Mahrez (35) gehört zum Kreis der erfahrenen Spieler, konnte gegen die defensiven Jordanier jedoch keine entscheidenden Akzente setzen. Mohamed Amoura (VfL Wolfsburg) fehlte verletzt. Aus der Bundesliga ebenfalls im Aufgebot: Ramy Bensebaini (Borussia Dortmund) und Ibrahim Maza (Bayer Leverkusen), der in der 63. Minute mit einem Kopfball Abulaila prüfte.
Bundesliga-Profis im Fokus
Auf österreichischer Seite bietet die neue Regel Chancen und Risiken zugleich. Ein Remis sichert Platz zwei und damit den Einzug in die K.o.-Runde. Eine Niederlage würde hingegen das Ausscheiden bedeuten, sofern Argentinien gegen Jordanien gewinnt. Mit Blick auf die bisherigen Auftritte dürfte Österreich zuversichtlich in die Partie gehen: Das 3:1 gegen Jordanien und der 1:1-Auftakt gegen Argentinien haben gezeigt, dass die Mannschaft in der Lage ist, auch gegen stärkere Gegner zu bestehen.
Parallel zum Geschehen in Gruppe J sorgt die Berichterstattung um Eintracht Frankfurt für Schlagzeilen: Der frühere Trainer Albert Riera hatte seine Zeit am Main im slowenischen Sender Sportklub als „Wir waren einfach nicht füreinander bestimmt" bezeichnet – ein „big misunderstanding". Der Bosnier habe nach eigener Aussage keinen Einfluss auf die Kaderplanung gehabt und würde keinen SGE-Spieler in sein nächstes Team holen wollen. Bei seinem früheren Klub NK Celje in Slowenien sehe er mehr Spieler, die er holen würde.
Eintracht Frankfurt: Kaderplanung läuft
Während die Frankfurter Verantwortlichen um Sportvorstand Markus Krösche den Kader für die kommende Saison planen, stehen mehrere Namen auf der Liste. Laut Sky beobachtet der Verein Ismael Badjie (VfL Osnabrück, 20, neun Saisontore) und Louey Ben Farhat (Karlsruher SC, 19, sechs Tore und zwei Vorlagen in 20 Ligaspielen). Osnabrück soll rund drei Millionen Euro für Badjie verlangen. Zudem steht laut Bild ein Wechsel von Innenverteidiger Hrvoje Smolcic zum türkischen Aufsteiger Corum FK bevor; die Ablöse soll zwischen einer und 1,5 Millionen Euro liegen.
Am Sonntag in Kansas City wird sich zeigen, ob Österreich die günstige Ausgangslage nutzt. Algerien reist mit dem Rückenwind des ersten WM-Siegs seit zwölf Jahren an und will die Gruppe auf eigenes Können statt auf Konkurrenz entscheiden. „Anders als bei der WM in Katar 2022 zählt bei Punktgleichheit zuerst der direkte Vergleich und dann erst die Tordifferenz" – diese Regel könnte am Ende der Gruppe J noch für Diskussionen sorgen.
Fragen & Antworten
Wie hat Algerien gegen Jordanien gewonnen?
Algerien lag nach einem Eigentor-begünstigten Treffer von Nizar Al-Raschdan (36.) mit 0:1 zurück, ehe Einwechselspieler Nadhir Benbouali in der 69. Minute per Kopf nach einer Ecke von Riyad Mahrez ausglich. Amine Gouiri entschied die Partie in der 82. Minute ebenfalls nach einer Ecke; der Treffer überstand eine VAR-Überprüfung.
Was muss Österreich für das Weiterkommen tun?
Österreich trifft in der Nacht auf Sonntag (4.00 Uhr MESZ, live ORF 1) in Kansas City auf Algerien. Bei einem Remis wäre Rot-Weiß-Rot aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber Algerien sicher Zweiter und würde in die K.o.-Runde einziehen.
Welche neue Regel gilt bei Punktgleichheit?
Bei der WM 2026 zählt bei Punktgleichheit zuerst der direkte Vergleich und erst danach die Tordifferenz – anders als bei der WM 2022 in Katar. Diese Regelung hatte bereits die Türkei das Weiternehmen gekostet, die beide relevanten Direktvergleiche verlor.
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