Alexander Schlager steht laut Medien vor einem Wechsel von Red Bull Salzburg zu Werder Bremen
Bremen, 09 Juli 2026
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Kurzfassung
Der österreichische Nationaltorhüter Alexander Schlager steht laut einem Bericht der "Salzburger Nachrichten" unmittelbar vor einem Wechsel von Red Bull Salzburg zu Werder Bremen. Trotz eines bis 2027 laufenden Vertrags soll der 30-Jährige ablösefrei an die Weser wechseln und dort die Rolle als Herausforderer von Stammkeeper Karl Hein übernehmen.
Bremen, 09 Juli 2026
Der österreichische Nationaltorhüter Alexander Schlager steht laut einem Bericht der "Salzburger Nachrichten" unmittelbar vor einem ablösefreien Wechsel von Red Bull Salzburg zum Bundesligisten Werder Bremen, wo er die Rolle als Herausforderer von Karl Hein übernehmen soll.
Schlager, der am 1. Februar 1996 in Salzburg geboren wurde und seit drei Jahren die Nummer eins im Tor des österreichischen Spitzenklubs ist, soll sich dem Vernehmen nach mit Werder Bremen bereits grundsätzlich geeinigt haben. Wie die "Salzburger Nachrichten" am Donnerstag berichteten, fehlten zuletzt nur noch Details sowie der obligatorische Medizincheck. Zudem bestätigte das Bremer Fanportal "Deichstube" die Personalie.
Bemerkenswert ist der Transfermodus: Obwohl Schlagers Arbeitspapier bei Red Bull Salzburg noch bis zum 30. Juni 2027 läuft, winkt dem Verein dem Bericht zufolge keine Ablöse. Das Portal "Deichstube" schrieb, der Wechsel könne trotz eines verbleibenden Vertragsjahres "möglicherweise kostenlos" über die Bühne gehen. Damit würde Salzburg nach drei Jahren ohne Titel mit dem Torhüter auch dessen Marktwert in Höhe von rund zwei Millionen Euro verschenken.
Beim norddeutschen Traditionsklub soll Schlager als Herausforderer von Karl Hein installiert werden. Der Este war erst kürzlich fest vom FC Arsenal verpflichtet worden und gilt als Nachfolger von Mio Backhaus, der im Sommer für rund 15 Millionen Euro zum SC Freiburg gewechselt war. "Werder Bremen hat einen Herausforderer von Keeper Karl Hein gefunden", hieß es dazu in den Berichten.
Der Zeitpunkt der Verhandlungen passt zu den sportlichen Auftritten Schlagers bei der Weltmeisterschaft. Der 30-Jährige hatte im Turnier im Tor der österreichischen Auswahl alle vier Partien absolviert und sich mit starken Leistungen in den Fokus gespielt. Nach dem Aus im Achtelfinale gegen Spanien seien die Bemühungen Werder Bremens konkreter geworden, hieß es in den Berichten.
Hintergrund zum Spieler
"Nach der WM ist der Torhüter noch nicht ins Training bei Salzburg eingestiegen", schrieb die "Salzburger Nachrichten" und lieferte damit einen Hinweis auf den fortgeschrittenen Stand der Gespräche. Sollte alles wie geplant über die Bühne gehen, könnte Schlager bereits am Sonntag am ersten Trainingstag der Bremer teilnehmen. Das Trainingslager des Klubs in Zell am Ziller ist vom 20. bis 26. Juli angesetzt.
Hintergrund zum Spieler
Schlager war vor drei Jahren vom LASK zu seinem Jugendverein Red Bull Salzburg zurückgekehrt und hatte sich dort als Stammkeeper etabliert. Insgesamt bestritt er 113 Pflichtspiele für die Mozartstädter, darunter zehn Einsätze in der Champions League. Auch im Nationalteam ist der Schlussmann gesetzt: 30 Länderspieleinsätze stehen bislang zu Buche, darunter alle Auftritte Österreichs bei der jüngsten WM-Endrunde.
Konkurrenzsituation im Bremer Tor
Konkurrenzsituation im Bremer Tor
Mit dem bevorstehenden Zugang erhöht Werder Bremen den Konkurrenzkampf auf der Torhüterposition. Während Karl Hein vom Verein als neue Nummer eins und Backhaus-Nachfolger eingeplant wird, soll Schlager ihm Druck machen. "Im Bremer Tor gilt der fest vom FC Arsenal verpflichtete Karl Hein als neue Nummer eins und Nachfolger von Mio Backhaus", schrieb die dpa. "Schlager ist demnach der Herausforderer des Nationaltorwarts aus Estland." Auch wenn Schlager nicht zwingend als Stammkraft eingeplant ist, erhöht die Verpflichtung die Qualität des Bremer Kaders deutlich.
Die Bremer Verantwortlichen hatten sich nach dem Abgang von Backhaus offenbar auch nach Alternativen umgesehen. Laut "Deichstube" standen unter anderem Ex-Fortuna-Düsseldorf-Keeper Florian Kastenmeier, der vereinslose Beau Reus sowie Kayne van Oevelen vom FC Volendam auf der Liste. Die Entscheidung fiel dem Vernehmen nach zugunsten Schlagers aus, dessen internationale Erfahrung und WM-Form den Ausschlag gaben.
Österreichische Spur an der Weser
Österreichische Spur an der Weser
Mit dem Transfer würde sich die österreichische Achse an der Weser weiter verdichten. Schon jetzt stehen mit Kapitän Marco Friedl, Romano Schmid und Marco Grüll drei Legionäre aus der Alpenrepublik bei Werder unter Vertrag. Mit Schlager käme ein vierter Österreicher hinzu, womit der 30-Jährige insgesamt der 16. österreichische Spieler im Trikot der Grün-Weißen wäre. Die Tradition reicht bis zu Andreas Herzog und Zlatko Junuzovic zurück, denen in Bremen über Jahre ein positives Image vorauseilte. "Bei Bremen stehen mit Marco Friedl, Romano Schmid und Marco Grüll aktuell drei Österreicher unter Vertrag", hieß es in den Berichten.
Auch in der Defensive wird nachgelegt
Auch in der Defensive wird nachgelegt
Parallel zu den Gesprächen mit Schlager arbeiten die Bremer laut Medienberichten an einer weiteren Verpflichtung. So soll der Klub auch in der Innenverteidigung kurz vor einem Transfer stehen. Als Kandidat gilt der polnische Nationalspieler Oskar Wojcik, ein 22-jähriger Innenverteidiger, der aktuell beim polnischen Erstligisten KS Cracovia unter Vertrag steht und Ende Mai sein Debüt in der Auswahl Polens gegeben hatte. Laut den Berichten ist Werder bereit, rund drei Millionen Euro für den Youngster zu investieren. "Auch für die Abwehr hat Werder einen Spieler fest im Auge", schrieb die dpa.
Konkurrenz aus dem Ausland
Konkurrenz aus dem Ausland
Der Wechsel an die Weser ist nicht die einzige Option, die Schlager in den vergangenen Wochen offengestanden haben soll. Nach Informationen der "Salzburger Nachrichten" hatten zuletzt auch Klubs aus Saudi-Arabien, Belgien und Zypern ihr Interesse an dem 30-Jährigen angemeldet. Letztlich habe sich Schlager dem Vernehmen nach für das Angebot aus der Bundesliga entschieden.
Aussichten bei Salzburg
Aussichten bei Salzburg
In Salzburg hinterlässt der Abgang eine Lücke, die intern offenbar bereits eingeplant wird. Mit dem erst 19-jährigen Christian Zawieschitzky wartet ein talentierter Nachwuchskeeper auf seine Chance, in den Profikader aufzurücken. Cheftrainer der Salzburger ist Daniel Thioune, der einen Kader von 29 Spielern umfasst. Der aktuelle Marktwert des Teams wird mit 142,58 Millionen Euro beziffert.
Werder Bremens Kader
Unter Cheftrainer Danny Röhl bereitet sich Werder Bremen auf die neue Saison vor. Der Kader umfasst 39 Spieler mit einem Gesamtmarktwert von 123,95 Millionen Euro. Der zuletzt gemeldete Neuzugang war Bartosz Mazurek. Mit Schlager und möglicherweise Wojcik würde sich der Umbruch im Bremer Kader weiter fortsetzen.
Sollte der Medizincheck in den kommenden Tagen erfolgreich absolviert werden, dürfte der Wechsel zeitnah offiziell verkündet werden. Werder Bremen hätte dann nach dem Abgang von Backhaus nicht nur einen Nachfolger gefunden, sondern zugleich auf der Torhüterposition für einen offenen Zweikampf gesorgt.
Fragen & Antworten
Wer ist Alexander Schlager und warum ist er für Werder Bremen interessant?
Alexander Schlager ist ein 30-jähriger österreichischer Nationaltorhüter, der seit 2023 bei Red Bull Salzburg unter Vertrag steht und zuletzt bei der WM mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machte. Er soll bei Werder Bremen als Herausforderer von Stammkeeper Karl Hein fungieren.
Warum erhält Red Bull Salzburg keine Ablöse für Schlager?
Obwohl sein Vertrag in Salzburg noch bis zum 30. Juni 2027 läuft, berichten die "Salzburger Nachrichten" und "Deichstube", dass der Wechsel ablösefrei erfolgen soll. Wie genau die Vereine die Modalitäten vertraglich regeln, ist bislang nicht öffentlich bekannt.
Welche weiteren Transfers plant Werder Bremen im aktuellen Transferfenster?
Neben Schlager arbeitet Werder Bremen laut Medienberichten auch an einer Verpflichtung des 22-jährigen polnischen Innenverteidigers Oskar Wojcik von KS Cracovia, für den rund drei Millionen Euro vorgesehen sein sollen.
Schlager vor Wechsel zu Werder Bremen: Ablösefrei trotz | nachrichten360