Wien, 20 August 2026

Das von Russland besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA erneut ohne externe Stromversorgung.

Die IAEA teilte mit, dass die Anlage ihre letzte externe Stromleitung verloren habe. Damit ist die größte Atomanlage Europas erneut auf Notfallsysteme angewiesen, um die Kühlung der Reaktoren sicherzustellen. Die Behörde sprach von einer ernsten, aber aus ihrer Sicht beherrschbaren Situation.

Hintergrund: Wiederholte Stromausfälle

Bereits in der Vergangenheit war das Kraftwerk mehrfach vollständig von externer Stromzufuhr abgeschnitten. Dabei wurde zeitweise auf Dieselgeneratoren zurückgegriffen, um die Reaktorkühlung aufrechtzuerhalten. Solche Vorfälle gelten als einer der kritischsten Risikofaktoren in der Geschichte der zivilen Nutzung der Atomenergie.