Nach dem umkämpften Landesparteitag der AfD in Marl verzichtet die Bundespartei auf kurzfristige harte Eingriffe in den NRW-Landesverband und setzt stattdessen eine Untersuchungskommission ein, die Finanzen, Mitgliederaufnahmen und mögliche Ordnungsverfahren prüfen soll.

Der AfD-Bundesvorstand hat im Machtkampf mit dem nordrhein-westfälischen Landeschef Martin Vincentz auf kurzfristige drastische Schritte verzichtet. Wie der WDR aus AfD-Kreisen erfuhr, beschloss die Spitze in einer Schaltkonferenz lediglich die Prüfung möglicher Ordnungsmaßnahmen gegen Mitglieder des Landesverbands und die Einsetzung einer Untersuchungskommission. Diese soll nach dpa-Informationen so ausgestattet werden, dass sie auch mit Hilfe von Wirtschaftsprüfern die Finanzen des NRW-Landesverbands und die Aufnahmepraxis neuer Mitglieder genauer unter die Lupe nehmen kann.