Eine 86-jährige deutsche Touristin ist am Dienstagnachmittag in Wien von einem Schiffssteg in die Donau gestürzt und später ihren Verletzungen erlegen. Die Frau wurde zwar rasch von der Crew geborgen, doch alle Reanimationsversuche blieben erfolglos.

## Unfallhergang und Rettungsversuche Die Pensionistin befand sich kurz vor dem Ablegen eines Schiffes in Nussdorf, als sie vom Steg ins Wasser fiel. Gegen 13:40 Uhr löste die Besatzung Alarm aus und zog die Frau aus der Donau. Trotz sofortiger Erste-Hilfe-Maßnahmen und notfallmedizinischer Versorgung konnte ihr Leben nicht gerettet werden.

Die genauen Umstände des Sturzes sind noch unklar. Laut Polizei wurde eine Obduktion angeordnet, um die Todesursache definitiv zu klären. "Es kann weder ein medizinischer Notfall noch fahrlässiges Verhalten ausgeschlossen werden", hieß es in einer ersten Stellungnahme der Behörden.

## Ermittlungen und offene Fragen Die Polizei Wien bestätigte die Angaben zu dem Vorfall gegenüber "krone.at". Die Sprecher Philipp Haßlinger und Andreas Huber von der Berufsrettung gaben an, dass die Ermittlungen noch laufen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Frage, ob gesundheitliche Probleme oder äußere Einwirkungen zum Sturz führten.

Die Obduktion soll nun Klarheit bringen. "Zur Feststellung der genauen Todesursache wurde die Obduktion angeregt", teilte die Polizei mit. Bis die Ergebnisse vorliegen, werden keine weiteren Details bekannt gegeben.

Der Vorfall ereignete sich in einem stark frequentierten Bereich der Donau, der bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt ist. Schiffsverkehr und Steganlagen unterliegen in Wien strengen Sicherheitsvorschriften, was die Umstände des Unfalls besonders ungewöhnlich erscheinen lässt.

## Reaktionen und weitere Schritte Die Identität der Frau wurde zunächst nicht öffentlich gemacht, da die Angehörigen noch informiert werden müssen. Die deutsche Botschaft in Wien wurde über den Vorfall unterrichtet und steht in Kontakt mit den österreichischen Behörden.

Kreuzfahrtunternehmen und Hafenbetreiber in Wien prüfen derweil, ob zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen an den Stegen notwendig sind. Der Unfall hat eine Debatte über die Absicherung von Anlegestellen angestoßen, insbesondere für ältere Passagiere.

Die Polizei bittet Zeugen des Vorfalls, sich zu melden, um den Hergang möglichst lückenlos rekonstruieren zu können. Bis dahin bleibt der genaue Ablauf des tragischen Unglücks ungeklärt.