Enns, Österreich, 15. April 2026
Ein 78-jähriger Mann wurde vom Landesgericht Steyr zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er seine Ehefrau und seinen Sohn in Enns ermordet haben soll.
Tat und Urteil
Der Angeklagte, der seit über 50 Jahren mit seiner Frau verheiratet war und keine Vorstrafen aufwies, soll die beiden Opfer mit einer Pfanne geschlagen, erwürgt und anschließend mit einem Küchenmesser erstochen haben. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete die Tat als "klassischen Doppelmord".
Richterinnen und Richter sahen keine mildernden Umstände und entschieden, dass eine lebenslange Freiheitsstrafe die einzig angemessene Sanktion sei. "Lebenslang ist die einzig mögliche Strafe gewesen", erklärte der Richter während der Urteilsverkündung. Das Gericht betonte die besondere Schwere der Tat, die im gemeinsamen Zuhause der Familie im Bezirk Linz-Land stattfand.
Hintergrund und Motiv
Laut Gerichtsakten hatte der Mann ein Jahr vor der Tat einen Herzinfarkt erlitten und litt seither unter traumatischen Folgen. Trotz dieser gesundheitlichen Probleme gab es keine Hinweise auf frühere Gewalttätigkeiten in der Familie. Die genauen Motive für die Tat wurden während des Prozesses nicht vollständig geklärt, doch die Anklage verwies auf die Brutalität der Angriffe.