Ein 76-jähriger Pensionist ist am Freitagvormittag, dem 10. Juli 2026, bei Forstarbeiten in Schrems bei Fladnitz an der Teichalm im Bezirk Weiz in der Steiermark von einem ins Rollen geratenen Baumstamm überrollt und schwer verletzt worden.

Unfallhergang in Schrems

Der Mann führte gemeinsam mit seinem 45-jährigen Sohn Arbeiten im Rahmen ihrer Land- und Forstwirtschaft durch. Dabei bearbeitete der 76-Jährige bereits zugeschnittene Baumstämme und wollte eine abgelegte Motorsäge zur Seite legen. In diesem Moment geriet ein Baumstamm aus bislang unbekannter Ursache ins Rollen. Der Mann konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen, kam zu Sturz und wurde vom Baumstamm überrollt.

Vor den Augen des Sohnes wurde er überrollt. Der Junior setzte sofort den Notruf ab. Sein Sohn setzte unverzüglich die Rettungskette in Gang. Die genauen Umstände, warum der bereits gefällte Stamm plötzlich in Bewegung geriet, waren zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch unklar.

Rettungseinsatz mit Hubschrauber

Nach der medizinischen Erstversorgung wurde der 76-Jährige mit schweren Verletzungen in das LKH-Universitätsklinikum Graz geflogen. Der Schwerverletzte kam mit dem Rettungshubschrauber ins LKH Graz. Der ÖAMTC-Notarzthubschrauber war im Einsatz.

Neben der Crew des Rettungshubschraubers Christophorus 12 waren auch das Rote Kreuz und die Bergrettung im Einsatz. Die Rettungskräfte koordinierten die Erstversorgung an der Unfallstelle im Waldstück in Schrems.

Behörde informiert

Die Land- und Forstwirtschaftsinspektion wurde über den Unfall informiert. Die Behörde ist in Österreich für die Aufsicht über Sicherheit und Gesundheitsschutz in der Land- und Forstwirtschaft zuständig und prüft routinemäßig Arbeitsunfälle in diesem Bereich.

Forstarbeiten zählen zu den gefährlichsten Tätigkeiten in der Landwirtschaft. Das Bewegen und Bearbeiten von bereits gefällten Stämmen birgt besondere Risiken, weil liegendes Holz unter Belastung plötzlich ins Rollen kommen kann. Auch das Ablegen und Aufnehmen von Arbeitsgeräten wie Motorsägen in unmittelbarer Nähe solcher Stämme erfordert besondere Aufmerksamkeit.

Der Unfall ereignete sich am Vormittag eines Freitags in einem Waldstück in Schrems bei Fladnitz an der Teichalm, einer Gemeinde im Bezirk Weiz in der Steiermark. Die Region liegt im Grazer Bergland und ist land- und forstwirtschaftlich geprägt.

Arbeiten im Team

Der Pensionist arbeitete mit seinem Sohn im Wald. Die beiden waren als Team unterwegs, was in der Forstwirtschaft als übliche Praxis gilt, weil viele Arbeitsschritte aus Sicherheitsgründen nicht alleine durchgeführt werden sollen. Der Sohn konnte den Unfall nicht verhindern, leitete aber sofort die Rettungskette ein.

Der 76-Jährige hatte bereits zugeschnittene Stämme bearbeitet. Das Zuschneiden und weitere Bearbeiten gefällter Bäume erfolgt in der Regel mit der Motorsäge und gehört zu den vorbereitenden Arbeiten für den Abtransport des Holzes.

Die Rettungskette in Österreich umfasst im Wesentlichen die Schritte Notruf, Erste Hilfe, Bergrettung oder Rotes Kreuz sowie den Transport in ein geeignetes Spital. Beim Einsatz am Freitag waren mit dem Roten Kreuz, der Bergrettung und dem ÖAMTC-Notarzthubschrauber mehrere Organisationen gleichzeitig vor Ort.

Rettungskette in Österreich

Der Christophorus 12 ist einer der ÖAMTC-Notarzthubschrauber und wird von der ÖAMTC-Flugrettung betrieben. Solche Hubschrauber sind in Österreich ein fester Bestandteil der Notfallversorgung, insbesondere in schwer zugänglichen Regionen wie Berg- und Waldgebieten.

Das LKH-Universitätsklinikum Graz ist das größte Spital der Steiermark und verfügt über eine zentrale Notfallaufnahme sowie über Spezialabteilungen für die Versorgung schwerverletzter Patientinnen und Patienten. Die Verlegung per Hubschrauber dient vor allem der schnellen und schonenden Erstversorgung.

Die Land- und Forstwirtschaftsinspektion kann nach einem Arbeitsunfall Ermittlungen aufnehmen, um die Ursache festzustellen und gegebenenfalls Empfehlungen zur Verbesserung der Arbeitssicherheit auszusprechen. Ob dies im aktuellen Fall geschieht, war zunächst offen.

Offene Fragen

Über den genauen Gesundheitszustand des 76-Jährigen nach der Aufnahme im LKH Graz lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine näheren Informationen vor. Auch zur Frage, wie es dem 45-jährigen Sohn nach dem Erlebten geht, wurden keine Angaben gemacht.

Der Vorfall reiht sich in eine Reihe von Arbeitsunfällen in der heimischen Forstwirtschaft ein. Die zuständigen Stellen weisen regelmäßig darauf hin, dass Forstarbeiten besondere Vorsicht, geeignete Schutzausrüstung und eine sorgfältige Arbeitsplanung erfordern.

Die Berichterstattung über den Unfall stützt sich auf Angaben der Einsatzorganisationen sowie auf die Mitteilung über die Verständigung der Land- und Forstwirtschaftsinspektion. Weitere Details, insbesondere zur Unfallursache und zum Gesundheitszustand des Verletzten, waren zunächst nicht bekannt.