Der syrische Präsident Ahmed al-Scharaa ist zu einem offiziellen Staatsbesuch in Berlin eingetroffen, nachdem er Ende 2024 den Langzeitherrscher Baschar al-Assad gestürzt hatte. Al-Scharaa, 43 Jahre alt, war früher Anführer einer Islamistenmiliz, bevor er an die Macht kam. Sein Besuch in Deutschland markiert einen bedeutenden Schritt in den diplomatischen Beziehungen zwischen Syrien und der Europäischen Union.
Der Aufenthalt umfasst Gespräche mit deutschen Regierungsvertretern, darunter auch Kanzleramtschef Friedrich Merz. Themen sollen die politische Stabilisierung Syriens und die Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen sein.
Syrien steht nach Jahren des Bürgerkriegs vor großen Herausforderungen. Al-Scharaas Regierung versucht, internationale Anerkennung zu gewinnen, während im Land weiterhin Konflikte mit verschiedenen Gruppen, darunter den Kurden, andauern. Der Sturz von Baschar al-Assad Ende 2024 markierte das Ende einer Ära in Syrien. Al-Scharaa, der aus der Opposition hervorging, übernahm die Führung in einem politisch instabilen Umfeld.
