Wiesbaden, 09 Juni 2026

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) beziffert den Investitionsstau an hessischen Schulen auf rund sechs Milliarden Euro und fordert ein landesweites Investitionsprogramm.

Nach Berechnungen der GEW sind die realen Investitionen und Unterhaltungsausgaben an den Schulen in Hessen 2024 moderat gestiegen, doch reicht die Entwicklung bei weitem nicht aus, um den Sanierungsbedarf zu decken. Die Gewerkschaft stützt ihre Schätzung auf Daten des Statistischen Landesamts sowie eigene Erhebungen, berücksichtigt dabei auch Bauausgaben ausgegliederter Gesellschaften, die in der amtlichen Statistik nicht erfasst werden.

Aktuelle Zahlen der GEW

Im Durchschnitt wurden zwischen 1992 und 2024 in Hessen lediglich 804 Euro pro Schülerin und Schüler und Jahr in die Schulgebäude investiert. Im Jahr 2024 lag der Wert nach Angaben der GEW bei 804 Euro pro Kopf, ein Jahr zuvor waren es 795 Euro. Der GEW-Vorsitzende Thilo Hartmann kritisierte, die Landesregierung verweigere eine genaue Erhebung des tatsächlichen Staus. „Möglicherweise liegt der Wert auch deutlich höher. Leider will die Landesregierung es nicht genau wissen und verweigert eine Abfrage“, sagte er.